Reichenthal ist ab 2019 keine Tourismusgemeinde mehr
REICHENTHAL. Die Ankündigung, dass die Gemeinde ab 2019 keine Tourismusgemeinde mehr ist und die Änderung der Kanalgebührenordnung sorgt bei einigen Einwohnern für Unmut.

Ab dem nächsten Jahr ist Reichenthal keine offizielle Tourismusgemeinde mehr. Die Gemeinde wurde durch das neue Tourismusgesetz von der Ortsklasse C auf D abgestuft. „Nach Vorgabe des Landes OÖ müssten wir mindestens 200.000 Nächtigungen im Jahr haben, um in der Ortsklasse C bleiben zu können“, erklärt Bürgermeisterin Karin Kampelmüller. „Da wir keine Übernächtigungsbetriebe und nur Tagestouristen haben, ist diese Zahl nicht erreichbar.“ Die Gemeinde hätte sich touristisch mit anderen Gemeinden zusammenschließen können. „Wir hatten zwei Möglichkeiten, die Voraussetzungen müssen aber dann für alle Gemeinden passen. Wenn man mehr einzahlt, als man dann zurückbekommt, hat das keinen Sinn.“
Selbst für Tourismus sorgen
Reichenthal will nun selbst für den Tourismus sorgen, denn es wird dann auch keine Landesförderungen für den Bereich mehr geben und auch die Werbung in gewissen Katalogen fällt weg. „Wir müssen als Gemeinde dann selbst mehr aktiv werden“, sagt die Bürgermeisterin. Auch aus Rücksicht der beitragszahlenden Betriebe wird auf die Wieder-Aufstufung verzichtet. „Wirtschaftsbetriebe müssten Beiträge für den Tourismusverband zahlen und haben dann aber nicht wirklich viel davon. Die Unternehmer wollen lieber den Tourismus vor Ort, wie zum Beispiel mit der neuen Weihnachtsbeleuchtung, unterstützen“, sagt Kampelmüller.
Kläranlage wird erweitert
Die Vergrößerung der Kläranlage auf 5.000 Einwohnerwerte wurde beschlossen. „Ein großer lebensmittelherstellender Betrieb wird erweitert“, sagt Kampelmüller. Die Gemeinde hatte bei 1.536 Einwohnern derzeit einen Einwohnerwert (die Summe aus Einwohnerzahl und Einwohnergleichwerten ergibt den Einwohnerwert) von 2.200 für die Kläranlage. „Wir waren immer an der Grenze, jetzt haben wir auch einen Spielraum, wenn sich weitere Betriebe ansiedeln.“ Die 20-prozentige Kürzung der Kanalgebühren für alle lebensmittelherstellenden Betriebe erklärt die Bürgermeisterin so: „Die Kanalgebühr wird vom Wasserverbrauch errechnet. Bei den lebensmittelherstellenden Betrieben landet ein Teil des Wassers im Produkt, daher gibt es diesen Abschlag.“


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20.12.2018 19:51
eh klar!
dass man als Wirtschaftspartei alles den Kleinen aufhalst ist wohl selbstverständlich!!
19.12.2018 17:21
na Sowas
Dezember 2018: man teilt den Bürgern mit, dass aufgrund der nötigen Investitionen eine ERHÖHUNG der Gebühren um 5% nötig ist: Den Großen schiebt man es hinten rein, die Kleinen müssen dran glauben.....