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RIED. Seit zehn Jahren gibt es den Club Soroptimist Ried-Inn- viertel und genau dieses Jubiläum wurde letzten Freitag im Festsaal der Landesmusikschule Ried mit zahlreichen Ehrengästen sowie den Rieder Serviceclubs gebührend gefeiert.

  1 / 2   Die Präsidenten der Rieder Serviceclubs bei der Scheckübergabe an das Kinderschutzzentrum RIKI (v. l.): Roman Kloibhofer (Lions Club), Thomas Kubinger (Round Table 41), Bettina Freundlinger (Ladies Circle 3), Silvia Wenzl-Eybl (Soroptimist), Elisabeth Vormayr (Obfrau RIKI), Thomas Hattinger (Kiwanis) und Wolfgang Rathmayr (Past-Präsident Rotary) Foto: Geroldinger

Die Soroptimistinnen sind eine Organisation von und für berufstätige Frauen. Der Rieder Serviceclub mit seinen 22 Mitgliedern ergänzt die Arbeit für soziale Belange im Innviertel. Geld gesammelt wurde unter anderem für das Frauenhaus Innviertel, Kinderhort Löwenzahn, Streetwork Ried, Verein Pondera, Flüchtlingshilfe Ried und viele mehr. „Es gibt Situationen, in denen das offizielle soziale Netz nicht greift und ich bin sehr froh, dass Serviceclubs da einspringen. Wir haben die Chance zu gestalten, Projekte auszuwählen die wir fördern wollen – und es kommt sehr viel Berührendes zurück“, betonte Bezirkshauptfrau Yvonne Weidenholzer.

Tips sprach kurz vor der Jubiläumsveranstaltung mit Silvia Wenzl-Eybl, Präsidentin von Soroptmist Ried-Innviertel (2016 - 2018).

Gibt es im Jubiläumsjahr spezielle Highlights?

Silvia Wenzl-Eybl: Wir haben jedes Jahr eine Hauptveranstaltung im Schloss Zell an der Pram. Heuer findet diese am 28. April mit Gerhard Bössner und dem Ensemble Esprit unter dem Titel „Hoffnungslos heiter“ statt. Wir begleiten außerdem zwei Projekte die längerfristig sind. Wir unterstützen das Frauenhaus Innviertel indem wir einen männlichen Sozialpädagogen finanzieren. Er zeigt den Kindern altersbezogen ein unbeschwertes und gewaltfreies Männerbild. Er unternimmt mit den Kindern Freizeitaktivitäten, die erstens keine Kosten verursachen und zweitens von den Müttern wiederholt werden können. Aus diesem Projekt hat sich ein weiteres Frauenprojekt ergeben. Wir haben zirka zwei Jahre lang eine Frau mit ihren Kindern aus dem Frauenhaus heraus begleitet. Wir halfen ihr bei der Wohnungssuche und der Einrichtung, ebenso beim Knüpfen neuer sozialer Kontakte. Mittlerweile hat sie einen Job und steht auf eigenen Füßen. Das Hauptanliegen war nicht nur die finanzielle  Begleitung, sondern das Coaching. Das größte Geschenk war für die Frau die Zeit.

Der Club Soroptimist ist eine Organisation von und für berufstätige Frauen. Vor 100 Jahren wurde das Frauenwahlrecht in Österreich eingeführt. In welchen Bereichen sind Frauen bis heute benachteiligt?

Silvia Wenzl-Eybl: Meine Meinung ist dazu vielleicht etwas konträr. Wir Frauen sollen nicht sagen wir sind so arm und werden von den Männern unterdrückt. Wir Frauen müssen darauf achten, auf eigenen Beinen zu stehen und uns gegenseitig unterstützen. Nehmen wir das Beispiel Mutterschutz. Jede berufstätige Frau sollte für sich entscheiden können, ob und wie lange sie in den Mutterschutz geht. Ich als Chirurgin im Krankenhaus weiß ganz genau von den Reglementierungen sobald eine Schwangerschaft offiziell wird. Bitte dies auch nicht falsch verstehen. Ich empfinde das Muttersein als Privileg und möchte dies auch nicht missen. Aber wir brauchen uns dafür nicht abqualifizieren lassen.

Es gibt verschiedene Serviceclubs für Frauen. Warum engagieren Sie sich für Soroptimist Ried-Innviertel?

Silvia Wenzl-Eybl: Ich bin kein Grünungsmitglied. Bei der Gründung waren meine Kinder noch zu klein. Habe aber die Werte mitverfolgt und bin nun seit sieben Jahren dabei. Es geht mir um die Sache, um Freundschaften und wofür der Club steht. Es gibt bei uns keine Altersgrenze. Unsere Mitglieder sind zwischen 28 und 76 Jahren alt. Ich habe in den zwei Jahren als Präsidentin sehr viel gelernt. Es ist zwar zeitintensiv aber auch sehr bereichernd.


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