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RIED. Vor 80 Jahren begannen die Nationalsozialisten – sofort nach der Machtübernahme – mit Verhaftungen und bald darauf mit Einweisungen in das Konzentrationslager Dachau. Am Donnerstag, 26. April, findet in Ried eine Feier zum Gedenken an die in Dachau inhaftierten Opfer aus dem Bezirk Ried statt.

Mahnmal im KZ Dachau (Foto: KZ-Gedenkstätte Dachau)
  1 / 3   Mahnmal im KZ Dachau (Foto: KZ-Gedenkstätte Dachau)

Die Recherchen des Rieder Zeitgeschichtsforscher Gottfried Gansinger (der sich mit dieser Veranstaltung von seinen umfassenden Aktivitäten zur Zeitgeschichte verabschiedet) haben bisher schon die Namen und Schicksale von 49 Haftopfern mit Bezügen zum Bezirk Ried zu Tage gebracht – eine Anzahl, die laut Gansinger kein befragter Historiker annähernd so hoch geschätzt hat.

Mehr als ein Viertel der Opfer waren Priester. 20 Menschen aus dem Bezirk starben in einem KZ oder an den Folgen. Die Dachau-Häftlinge kamen aus 24 Orten des Bezirkes.

Namen der Opfer

Die Gedenkfeier beginnt um 19 Uhr im Lern- und Gedenkort Charlotte Taitl-Haus (Roßmarkt 29) mit der Verlesung der Namen der Dachau-Haftopfer. Anschließend wird Diakon Reinhart Daghofer am Beispiel der holländischen Jüdin Etty Hillesum Gedanken zu Solidarität und Versöhnung vortragen.

Opfer aus dem Bezirk Ried

Um 20 Uhr wird die Gedenkfeier im Sparkassen-Stadtsaal fortgesetzt. Dann wird unter anderem Gottfried Gansinger über Dachau-Häftlinge und KZ-Todesopfer aus dem Bezirk Ried sprechen. Klaus Neulentner, Karl Ohnmacht und Martina Riepl werden an das Schicksal von Verwandten im KZ erinnern.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, Spenden werden für die Gedenkarbeit im Bezirk verwendet.


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