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Deutlicher Anstieg der Infizierten-Zahl in Ried auf rumänische Reisegruppe zurückzuführen – [UPDATE 20 Uhr]

Walter Horn, 08.04.2020 18:15

RIED. Weil eine Gruppe von rumänischen Staatsbürgern auf dem Heimweg im Bezirk Ried „gestrandet“ ist, hat sich die Zahl der mit Covid-19 Infizierten im Bezirk Ried im Laufe des Tages entgegen dem Trend um ein Viertel auf 40 erhöht. Die Zahl der aktuell Erkrankten stieg von 12 auf 18. 

Foto: Schrattenecker-Fischer
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Der überraschende und hohe Anstieg der Infizierten-Zahlen in Ried ist auf eine Gruppe von rumänischen Staatsbürgern zurückzuführen, die in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch auf dem Weg in ihre Heimat war.

Wegen eines medizinischen Notfalls musste die Gruppe im Bezirk Ried anhalten. Nach Eintreffen der Rettungskräfte zeigten die betroffene Person und ein weiterer Mitreisender starke Covid-19-Symptome. Die beiden Personen wurden unverzüglich ins Krankenhaus Ried gebracht, weitere fünf Personen aus der Reisegruppe wurden abgesondert.

Nachdem beide im Spital befindlichen Personen am Mittwoch späten Nachmittag positiv auf Covid-19 getestet wurden, wurde sofort die Testung der weiteren Personen veranlasst. Heute Nacht werden die rumänischen Staatsbürger im Krankenhaus Ried isoliert. In weiterer Folge wird eine Absonderungsunterkunft für die Gruppe organisiert.

Mehr als 2.000 Fälle in OÖ

In Oberösterreich liegt die Zahl der aktuell an Covid-19 Erkrankten heute, Mittwoch, 17 Uhr, bei 1.037. Das sind 92 weniger als gestern, und 357 unter dem bisherigen Höchstand von 1.394 am Donnerstag. Die Zahl der im Zusammenhang mit Covid-19 Verstorbenen liegt wie gestern bei 28. 

Insgesamt wurden 2.040 Oberösterreicher positiv getestet – 45 mehr als gestern. 

119 Personen benötigen derzeit „normale“ Krankenhauspflege. Gestern waren es 94, am Montag 106. Der höchststand bisher war 140 am Dienstag 31. März. 

In Intensivstationen werden derzeit 33 Patienten gepflegt. Seit knapp einer Woche liegt diese Zahl zwischen 29 und 33. 

Mit aktuell 18 Erkrankten und insgesamt 40 positiv Getesteten ist der Bezirk Ried trotz der Steigerung immer noch der am wenigsten betroffene Bezirk in Oberösterreich. 

Quarantäne

Auch die Zahl der Menschen in Quarantäne ging weiter zurück, auf jetzt 4.736. Der Höchststand war 7.103 am Donnerstag, 26. März. 

Die Nachbarbezirke

Braunau 98 Fälle insgesamt (+6 seit gestern), 79 (-1) aktuell

Schärding 49 (gleich) / 23 (-5)

Grieskirchen 64 (-1) / 44 (-2)

Vöcklabruck 104 (+2) / 45 (-10)

In den bisher am schwersten betroffenen Bezirken Urfahr-Umgebung und Perg sank die Rate der aktuell Erkrankten auf deutlich unter 2 Promille. 

Für alle Zahlen aus Oberösterreich gilt Stand Mittwoch, 8. April, 17 Uhr. 

Entwicklung der letzten Woche

Heute, Mittwoch, 8. April, waren in Oberösterreich 1.037 Personen erkrankt, bei 2.040 positiv Getesteten ingesamt.

Diese Zahl der aktuell Erkrankten erreichte am Donnerstag, 2. April, mit 1.394 (bei 1.786 positiv Getesteten insgesamt) einen Höchstwert und ging seitdem bis heute zurück. 

Österreich

Österreichweit wurden laut Gesundheitsministerium bis Stand Mittwoch, 8. April, 15 Uhr, 12.852 Personen positiv auf Covid-19 getestet, 4.512 sind wieder genesen, 273 sind gestorben. 

Aktuell befinden sich 1.096 Covid-19-Erkrankte in normaler Krankenhauspflege, 267 benötigen eine Behandlung in der Intensivstation. 

Bis Mittwoch, 10 Uhr, wurden 120.755 Tests durchgeführt. 

Die meisten bestätigten Erkrankungen gibt es in Tirol (2.903), danach Niederösterreich (2.122), Oberösterreich (2.037) und Wien (1.860). 

Die meisten Todesfälle gibt es in der Steiermark (66), dann Wien (58) und Tirol (46). 

Mit Ausnahme der Gesamtzahl der positiv Getesteten gilt für alle Österreich-weiten Zahlen: Stand Mittwoch, 10 Uhr. 

Statistik

In der Statistik wird jede verstorbene Person, die zuvor COVID-positiv getestet wurde, als „COVID-Tote/r“ geführt, unabhängig davon, ob sie direkt an den Folgen der Viruserkrankung selbst oder „mit dem Virus“ (an einer potentiell anderen Todesursache) verstorben ist. 

(Quellen: AGES EMS und Rückmeldungen BvBs; Amtliches Dashboard COVID19 des Gesundheitsministeriums)


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