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Vom Rieder Stadion ins Bernabéu: Besuch im Fußballparadies
Ried. Einen Ausflug in eine andere Fußballwelt unternahm der Rieder Stadionwart Karl Haslinger. Auf Einladung des Rasenmäherherstellers Toro konnte er mit zwei Kollegen von Austria Wien und SV Horn die Trainingsplätze und das Estadio Santiago Bernabéu von Real Madrid besuchen.

Die Eindrücke waren überwältigend, wenngleich Haslinger auch die eigene Greenkeeper-Arbeit in Ried nicht unter den Scheffel stellt. Während in Ried zwei Personen für sechs Plätze zuständig sind, kümmern sich bei Real 30 Angestellte um die 17 Plätze im Trainingszentrum und um den „heiligen Rasen“ des Bernabéu. „Die Bearbeitung des Rasens ist aber gleich“, bemerkte Haslinger sofort. „Die SV Ried ist super ausgerüstet, wir haben die gleichen Geräte.“ Der größte Unterschied bei der Rasenpflege sei, dass der Rasen im Rieder Stadion durch das Training der Profis, die Spiele der Akademiemannschaften sowie das Training und die Wettkämpfe der Leichtathleten der LAG Genböck-Haus extrem beansprucht werde. Dadurch hat der zuletzt 1993 sanierte Rasen nur im Sommer knapp vier Wochen Zeit zur Regeneration, während es sich Real leisten kann, jeden Tag auf einem anderen top-gepflegten Platz zu trainieren. Die Führung durch das von 1944 bis 1947 errichtete und seitdem mehrfach renovierte Bernabéu-Stadion beinhaltete auch die prunkvolle Real-Umkleidekabine (die deutlich luxuriöser ist als jene für die Gastmannschaft), das Pressezentrum und die enorme Trophäensammlung. Vom Trainingszentrum am Stadtrand von Madrid war Haslinger auch beeindruckt. 17 perfekte Rasenplätze mit Flutlichtanlagen, dazu die First-Class-Unterkünfte der Nachwuchsspieler. „Die sollte man besser nicht mit dem Rieder Internat vergleichen“, schmunzelt Haslinger; und dieses Vier-Sterne-Quartier sei noch gar nichts im Vergleich zu dem Gebäudetrakt für die Profis, der kaum öfter als 20 Tage pro Jahr (zur Vorbereitung vor wichtigen Spielen) gebraucht wird. Haslinger: „Das spielt wirklich alle Stückeln, das ist Luxus pur.“


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