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RIED. Wie vor knapp einem Monat in Mattersburg hat die SV Josko Ried auch in Grödig einen sicher geglaubten Sieg in der Schlussphase verspielt. Die Mannschaft brachte die 2:0-Führung in der 82. Minute nicht über die Zeit und musste sich mit einem 2:2 begnügen.

Enttäuschung pur: Ried-Torwart Thomas Gebauer im strömenden Regen (Foto: GEPA/Felix Roittner)
Enttäuschung pur: Ried-Torwart Thomas Gebauer im strömenden Regen (Foto: GEPA/Felix Roittner)

Nach einer qualitätsmäßig überschaubaren ersten Hälfte, aus der lediglich zwei Paraden von Thomas Gebauer kurz vor der Pause erwähnenswert sind, hatte Thomas Reifeltshammer die SVR in der 54. Minute in Führung gebracht; einen Freistoß von Elsneg verlängerte Filipovic eher unabsichtlich mit dem Nacken, Reifeltshammer köpfelte ein.

In der 82. Minute schienen die drei Punkte für die Schwarz-Grünen sicher, als der gerade eingewechselte Mathias Honsak sich den Ball aus der eigenen Hälfte selbst vorlegte und seinen Sololauf über das halbe Feld (im Gegensatz zur fast identischen Szene gegen Salzburg) mit dem Treffer zum 0:2 abschloß.

In diesem Moment hätte die SVR sechs Punkte Vorsprung auf den Tabellenletzten und nur vier Punkte Rückstand auf Platz vier gehabt.

Aber schon im direkten Gegenzug nach dem 0:2 erzielte Tobias Kainz mit einem abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze den Anschlusstreffer (83.). Davon ermutigt, machte Grödig mit langen und hohen Bällen weiter Druck und kam in der 93. Minute nach einer zu kurz geratenen Abwehr von Thomas Gebauer zum 2:2-Ausgleich. Torschütze war wieder Tobias Kainz, der seinen ersten Doppelpack erzielte und jetzt bei fünf Bundesligatoren in 79 Einsätzen hält.

SVR-Trainer Paul Gludovatz hatte es geahnt: „Ich habe bei Tobias schon gemerkt, dass er gefährlich ist, deshalb wollte ich ihn manndecken lassen. Das ist nicht gelungen, so haben wir zwei Tore bekommen.“


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