Tipico Bundesliga: SV Guntamatic Ried verpasste die Chance, sich klar vom Tabellenende abzusetzen
RIED. Durch die bittere und unnötige 1:2-Heimniederlage gegen SKN St. Pölten hat die SV Guntamatic Ried die Chance auf einen Befreiungsschlag in der Tabelle verpasst. Statt sich in der Tabelle am WAC oder sogar Rapid orientieren zu können, muss man sich weiter mit Admira, St. Pölten und Mattersburg beschäftigen.

Dabei hatte das Spiel vor minusrekordverdächtiger Kulisse von gerade einmal 2549 Zuschauern gar nicht schlecht begonnen. Die Rieder hatten vor der Pause deutlich mehr vom Spiel und erarbeiteten sich auch einige gute Situationen (bei denen meistens Möschl beteiligt war). Die Gäste deuteten allerdings mit einigen Kontern an, dass sie nicht nach Ried gekommen waren, um die Punkte herzuschenken.
Das zu diesem Zeitpunkt verdiente und längst fällige 1:0 erzielte Thomas Reifeltshammer per Kopf nach einem Freistoß von Bergmann in der Nachspielzeit der ersten Hälfte.
Üblicherweise spricht man dann vom „besten Zeitpunkt“, diesmal war es aber anders. Gästetrainer Jochen Fallmann: „Ich war sehr froh, dass das Tor vor der Halbzeit fiel. Es hat mir geholfen, die Mannschaft aufzurütteln.“
Das half: Die derart motivierten Niederösterreicher gewannen schnell Zugriff auf das Match. Nach dem schnellen Ausgleich durch Daniel Petrovic (nach einer Flanke von Holzmann sprang Torwart Gebauer unter dem Ball durch und Verteidiger Bergmann ließ Petrovic ungehindert köpfeln) riss der Faden bei der SVR komplett, der verdiente 2:1-Siegtreffer für St. Pölten durch Jeroen Lumu in der Nachspielzeit war eine logische Konsequenz der Leistung beider Teams.
SVR-Trainer Christian Benbennek konnte sich lange nicht beruhigen: „Ich muss mich erst einmal sammeln. Heute bin ich zum ersten Mal, seit ich hier bin, wirklich sauer. Für die zweite Halbzeit habe ich kein Verständnis. Wir haben die Gegentreffer selbst verschuldet und uns nicht gewehrt. Das können wir nicht so stehen lassen. Ich entschuldige mich beim Publikum für die zweite Halbzeit.“
Besonders vor eigenem Publikum müsse man mit Herz und Leidenschaft spielen. Benbennek: „St. Pölten hat uns heute vorgemacht, wie man das macht und hat dadurch das Spiel verdient gedreht.“


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