NEOS rechnen mit zwei Mandaten
Ried. Bei der kommenden Gemeinderatswahl kandidiert NEOS – Das Neue Österreich und Liberales Forum zum ersten Mal in Ried, und zwar – für viele überraschend – nicht nur für den Gemeinderat, sondern auch mit einem eigenen Bürgermeisterkandidaten.

Spitzenkandidat Günter Kitzmüller, 57-jähriger Berufsschullehrer, tritt auch bei der Wahl zum Stadtoberhaupt an: „Das habe ich mir lange überlegt. Wir wollen Verantwortung übernehmen.“ Auf Listenplatz zwei ist seine Frau Elisabeth (52, Hausfrau) gereiht, dann folgen der 53-jährige IT-Unternehmer Erwin Seifriedsberger und Niko Pömer (32, Betriebsleiter bei einem Feuerverzinkungsunternehmen). Das Quartett ist optimistisch, bei der Wahl sechs bis sieben Prozent und zwei Mandate zu erreichen. Günter Kitzmüller will ein Umdenken bei der Spange 3: „In angemessener Zeit nach der Eröffnung der Weberzeile soll eine Verkehrszählung und eine Verkehrsstromanalyse durchgeführt werden.“ Zur besseren Anbindung der Innenstadt an das Einkaufszentrum Weberzeile setzt Elisabeth Kitzmüller auf E-Mobilität: Es sollten E-Bikes und Segways angeboten werden. „Ein millionenteures Pflaster allein genügt nicht. Der untere Roßmarkt muss belebt werden, sonst verhungert er.“ Erwin Seifriedsberger will sich für eine Reduzierung der ausufernden Überregulierung einsetzen: „Ich bekomme täglich mit, wie Unternehmer schikaniert werden.“ Für Nico Pömer ist Transparenz das Hauptthema. Er ärgert sich darüber, wie die „Gewohnheitsparteien“ Politik machen: „Hinter verschlossenen Türen und in geheimen Ausschüssen“. Er fordert offene Ausschüsse und Protokolle sowie ein transparentes Budget, beispielsweise auf www.offenerhaushalt.at. Die Asylfrage sei „auf Gemeindebene nicht zu lösen, das geht nur EU-weit“, sagt Günter Kitzmüller: „Das Thema schürt Ängste. Die kann man den Leuten aber nehmen, wenn man ihnen die Situation erklärt.“


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