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RIED. Blickt man nur auf die nackten Zahlen, ist der Bezirk Ried von der Landflucht nicht betroffen. Das Problem ist langfristig aber nicht die Einwohnerzahl, sondern die Einwohnerstruktur.

Für Ried sagen die Prognosen langfristig stabile Einwohnerzahlen voraus. (Foto: Horn)
Für Ried sagen die Prognosen langfristig stabile Einwohnerzahlen voraus. (Foto: Horn)

Die ÖROK-Bevölkerungsprognose der Statistik Austria sagt bis 2040 nur einen leichten Bevölkerungsrückgang um knapp 600 Personen im Bezirk voraus. Allerdings wird in nur etwas mehr als einer Generation der Anteil der 20- bis 65-Jährigen von 61 Prozent der Bevölkerung auf 51 Prozent sinken. Die über 85-Jährigen werden 2060 fast neun Prozent der Bevölkerung ausmachen. Ohne Gegenmaßnahmen wird das Arbeitskräftepotenzial im Bezirk bis 2030 um acht Prozent oder 3000 Menschen abnehmen. Der Fachkräftemangel wird in den nächsten Jahren zur größten Herausforderung der regionalen Wirtschaft und Politik.

Harte und weiche Faktoren

Bei einem Wirtschaftskammer-Empfang in der vorigen Woche sagte Wirtschaftskammer-Bezirksobmann Josef Heißbauer, dass neben den klassischen harten Standortfaktoren Infrastruktur, Verkehr, Energie, Gesundheit und Bildung auch weiche Faktoren wie Image und Zukunftsfähigkeit bedeutsam seien. Als Beispiel nannte er die Initiative Hot Spot! Innviertel, die in einer Arbeitsgruppe Ideen entwickle, wie man junge Leute nach der Ausbildung wieder in den Bezirk zurückholen könne.

Interessante und gut bezahlte Jobs sind das eine. Neben einer erstklassigen Infrastruktur, zu der neben Strom, Wasser und Kanalisation auch eine schnelle und stabile Internetanbindung zählt, müssen die Gemeinden auch Lebensqualität in Form von leistbarem Wohnen, Kinderbetreuung, Gesundheitsversorgung, aber auch Freizeitmöglichkeiten und Kultur anbieten.


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