Arbeiterkammer-Tagung in Ried beschäftigte sich mit der Frage: "Was macht ausgrenzungsgefährdete Jugendliche stark?"
RIED/SCHÄRDING. Ausgrenzungsgefährdete Jugendliche sollen bessere Chancen für den Einstieg in die Berufsausbildung bekommen. Um dieses Ziel zu erreichen, treffen sich regelmäßig soziale Organisationen, Institutionen, Betriebe und Schulen in allen oberösterreichischen Regionen im Rahmen der „Jugendnetzwerke“ der Arbeiterkammer.

Was stärkt nun ausgrenzungsgefährdete Jugendliche? Mit diesem Thema setzten sich die Partnerinnen und Partner der Jugendnetzwerke der Arbeiterkammer Oberösterreich im regionalen Jugendnetzwerk-Dialog in Ried auseinander. Die gute Nachricht: Resilienz ist kein abgeschlossener Prozess. Resilienz kann man erwerben und stets weiterentwickeln. Umso wichtiger ist es, dass Schulen und Unternehmen Beiträge leisten, um jungen Menschen auf die Beine zu helfen und sie zu stärken. Wertschätzung, gute Beziehungen sowie Mitbestimmung und -gestaltung sind einige Faktoren, die Jugendliche resistenter machen, waren sich die Teilnehmer/-innen an der Tagung einig.
Offene Kommunikation
„Eine gute und offene Kommunikation zwischen Lehrling und Ausbildner ist für den Aufbau von Vertrauen enorm wichtig“, sagt der Rieder Unternehmer Michael Großbötzl. Kinder und Jugendliche brauchen auch ihre Freiräume, um sich entfalten zu können. Überbehütung ist im Gegensatz zur Vernachlässigung eine neue Erscheinung in der Erziehungsgeschichte, die immer mehr zu beobachten ist. Reinald Katzinger, Direktor der Berufsschule Ried: „Überbehütung und -versorgung durch die Eltern führt zu Risiken bei der Resilienzentwicklung eines Kindes.“
Nähere Informationen zu den Partnern, Veranstaltungen und Aktivitäten der Jugendnetzwerke der Arbeiterkammer Oberösterreich finden Sie unter www.jugendnetzwerk-ooe.at.


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