Mühlviertler Abgeordnete bringt Antrag ein: "Wir lassen uns mit Sicherheit keinen Atommüll vor die Haustüre legen"
RIED IN DER RIEDMARK/WIEN. In der Nationalratssitzung vom 25. Oktober brachte die Mühlviertler SPÖ-Abgeordnete Sabine Schatz aus Ried in der Riedmark gemeinsam mit SPÖ-Kollegen aus dem Waldviertel einen Antrag gegen ein Atommüll-Endlager in Grenznähe ein.

Seit Jahren besteht die Gefahr, dass in Tschechien ein solches entstehen soll. Auch in der öffentlichen Anhörung zur Erweiterung des AKW-Standortes Dukovany am 6. Juni 2018 wurde das Thema Endlagerung mehrfach angesprochen. Die Pläne Tschechiens zur Errichtung eines grenznahen Atommüll-Endlagers werden immer konkreter. So ist geplant im Jahr 2018 von 7 möglichen Standorten bereits vier in die engere Auswahl zu nehmen.
Schatz: „Bevölkerung bei der Standortauswahl nicht eingebunden“
Abgeordnete Sabine Schatz spricht sich vehement dagegen aus: „Die Bewohnerinnen und Bewohner der Region wurden nicht in entsprechender Weise - weder in Tschechien noch in Österreich - bei der Standortauswahl eingebunden. Das ist inakzeptabel.“ Schatz führt weiter aus, dass es eine europäische Lösung brauche. „Ich fordere die Bundesregierung, insbesondere Bundesministerin Köstinger, auf, konsequent gegen die Errichtung eines Atommüll-Endlagers in Grenznähe tätig zu werden,“ betont die Schatz. „Wir lassen uns mit Sicherheit keinen Atommüll vor die Haustüre legen. Vor allem die Menschen in der Grenzregion brauchen hier Unterstützung. Die Bundesregierung muss konsequent für ein atomkraftfreies Europa eintreten.“


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