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RIED IN DER RIEDMARK/OÖ. Für große Aufregung im ÖVP-Lager sorgte am Samstag die SPÖ-Nationalratsabgeordnete Sabine Schatz mit einem Internet-Posting.      

Dieses Posting sorgt seit Samstag vor allem in ÖVP-Kreisen für große Aufregung.
Dieses Posting sorgt seit Samstag vor allem in ÖVP-Kreisen für große Aufregung.

Die Politikerin aus Ried in der Riedmark veröffentlichte am Samstag auf ihrem Twitter-Account folgende Nachricht: Heute in OÖ. Wir erinnern uns an die so genannte „Mühlviertler Hasenjagd“ vor 74 Jahren, wo mehr aus 500 aus dem KZ ausgebrochene Häftlinge unter Beteiligung der Zivilbevölkerung ermordet wurden. Und Landeshauptmann Stelzer tanzt am Burschenbundball.    

Hattmannsdorfer: „Schamloser politischer Missbrauch des NS-Opfer Gedenkens“

„Dass SPÖ-Erinnerungskultursprecherin Sabine Schatz Landeshauptmann Thomas Stelzer nur in die Nähe von rechtsextremen Gedankengut bringt, ist eine bodenlose Frechheit“, stellt OÖVP-Landesgeschäftsführer LAbg. Wolfgang Hattmannsdorfer am Sonntag via Aussendung klar und spricht von einer unfassbaren Entgleisung.

Aufforderung zum Rücktritt  

„Wir werden nicht mehr länger zulassen, dass die SPÖ das NS-Opfer Gedenken parteipolitisch einseitig missbraucht und politisches Kleingeld daraus schlägt. Wir fordern SPÖ OÖ-Vorsitzende Birgit Gerstorfer und SPÖ-Bundesvorsitzende Pamela Rendi-Wagner auf, ein Zeichen der Verantwortung zu setzen und die personellen Konsequenzen zu ziehen. Die SPÖ-Nationalrätin ist in ihrer Funktion nicht mehr tragbar und muss zurücktreten. Dass Schatz Abgeordnete aus dem Bezirk Perg und Bereichssprecherin für Erinnerungskultur ist, macht die Entgleisung besonders grotesk. Gerade sie sollte wissen, welche Bedeutung die Gräueltaten der Hasenjagd haben und nicht Hass und Hetze im Netz betreiben“, so Hattmannsdorfer.

Stellungnahme von Sabine Schatz

In einer persönlichen Stellungnahme am heutigen Mittwoch, 6. Februar, erklärt die Nationalratsabgeordnete Sabine Schatz, dass sie in ihrem Tweet lediglich Fakten aneinandergereiht hat, für welche sie sich nicht entschuldigen wird. „Ich wünsche mir von Landeshauptmann Thomas Stelzer, dass er Verantwortung gegenüber der Geschichte übernimmt und sich vom Rechtsextremismus abgrenzt. Und gerade der Burschenbundball ist in dieser Hinsicht schon öfter negativ aufgefallen.“


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Lercherl
Lercherl
05.02.2019 09:46

Hattmannsdorfer befindet

Das Posting von Frau Schatz ist eine Momentaufnahme: Es gibt ein Gedenken und es gibt eine Ballveranstaltung, auf der unser LH tanzt. Was Herr Hattmannsdorfer daraus ableitet, ist seine Interpretation. Wenn er meint (und lt. Bericht auch geschrieben hat), dass tanzen am Burschenschafterball etwas mit einer Nähe zu rechtsextremen Gedankengut zu tun hat, dann wäre tatsächlich eine Teilnahme des LH an dem Ball zu überdenken gewesen. LH Stelzer sieht diese Nähe ja nicht, hat das auch in einem Fernsehinterview gesagt. Missbrauch von Gedenkkultur kann ich nicht erkennen, erlebe Frau Schatz in diesem Zusammenhang sogar besonders positiv. Über Gedenken zur Menschenhatz seitens Herrn Hattmannsdorfers habe ich nirgends gelesen.