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Lehrlinge über Elektro Kremsmair: "Hier lernen wir mehr als in Großbetrieben"

Leserartikel Reinhard Ebner, 20.12.2016 07:02

Das Internet hat dem Elektrohandel zugesetzt. Elektro Kremsmair aus Ried im Traunkreis investiert weiter und hat kürzlich sogar einen neuen Standort eröffnet. Als Dienstleister wie Arbeitgeber ist das Unternehmen für viele Menschen im Bezirk unverzichtbar.

Doris und Thomas Kremsmair bei der Eröffnung des neuen Standorts in Kremsmünster.
  1 / 2   Doris und Thomas Kremsmair bei der Eröffnung des neuen Standorts in Kremsmünster.

Von wegen Mittelstand! Wenn es um Arbeitsplätze geht, gehört Kremsmair zu den Großen im Bezirk. Rund 50 Mitarbeiter beschäftigt das Elektrohandels- und Installations-Unternehmen mit Sitz in Ried im Traunkreis.

Dazu gehören im Schnitt zehn Lehrlinge. „Die bleiben üblicherweise alle bei uns“, erklärt Doris Kremsmair, die im Betrieb für Personalagenden zuständig ist. Neben dem Betriebsklima trägt dazu eine Treueprämie bei, die ehemaligen Lehrlingen nach fünf Jahren ausgezahlt wird.

„Sehr menschlich, fast zu gutmütig“

Der Facharbeitermangel macht es notwendig, Mitarbeitern optimale Bedingungen zu bieten. Um diese sicherzustellen, ließ Kremsmair kürzlich die psychische Belastung am Arbeitsplatz evaluieren. Das Ergebnis: „Wir machen sehr vieles richtig, sind aber manchmal zu gutmütig“, bekennt die Chefin. Damit kann man wohl leben.

In einer anonymen Befragung bewerteten die Mitarbeiter den eigenen Arbeitgeber. Sie kamen zum Schluss, Kremsmair sei „offen und fair im Umgang mit Fehlern“, „sehr menschlich“, „unkompliziert und familiär“. Ein besonderes Plus für Lehrlinge: Diese meinten, man lerne hier viel im praktischen Bereich – viel mehr als in deutlich größeren Unternehmen.

Das Lager im Schlafzimmer

Der Großteil der 50 Mitarbeiter ist im Installationsbereich beschäftigt. Der Handel ist die Visitenkarte des Unternehmens, trägt aber nur rund ein Viertel zum Gesamtumsatz bei. Dennoch gehört er zur DNA von Elektro Kremsmair: „Schon zu Alois Kremsmairs Zeiten wurde Handel betrieben. Das Lager war zuerst im Wohn-, dann auch im Schlafzimmer.“ Das ist heute glücklicherweise anders.

Bei Kremsmair sieht man sich dennoch als Komplettanbieter im Elektro-Bereich. „Wir verstehen uns auf Netzwerktechnik, Bus-Installationen Verteilerbau, Beleuchtungskonzepte und Alarmanlagen. Bei uns gibt“s den Fernseher samt Netzwerk-Verkabelung oder die Kücheninstallation inklusive Geräten und einem 100-Euro-Gutschein.“ Auch der Elektrohandel wird von der Lieferung über Inbetriebnahme und Reparatur-Service aus eigener Kraft abgewickelt.

Das Mehr an Leistung ist für Doris Kremsmair der klare Unterschied zum Internethandel, der sich mittlerweile auch bezahlt macht: „Unsere Kunden legen wieder Wert auf Beratung und auf ein Rund-um-Paket für mehr Komfort und Sicherheit.“

Geschichte

Von 1 auf 50 – im Jahr 1978 wurde Elektro Kremsmair als Ein-Mann-Betrieb gegründet. Seitdem ist der Mitarbeiterstand auf 50 angewachsen. Erweiterungen der Geschäfts-, Büro- und Lagerflächen erfolgten von 1986 bis 2001.

2007 wurde der Betrieb von Thomas Kremsmair übernommen, im Jahr darauf erfolgten weitere Zubauten. Die Unternehmenszentrale liegt verkehrstechnisch optimal (nahe der Autobahnabfahrt Sattledt), aber ungünstig für Laufkundschaft. Das hat sich vor einigen Wochen deutlich geändert: mit der Eröffnung eines Handelsstandorts im restaurierte Salomonhaus in Kremsmünster.


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