RIED. Wolfgang Marschall, Karl Pumberger-Kasper, Klaus Ranzenberger und Markus Edtbauer gestalten am Donnerstag, 23. April, in Zusammenarbeit mit dem KiK einen sehr speziellen Abend rund um den bedeutenden Innviertler Dialektdichter Friedrich Achleitner, der auch Mitglied der „Wiener Gruppe“ war. Tips verlost 3 × 2 Karten.

Viele von Achleitners Gedichten sind stark innviertlerisch geprägt. Sie beschreiben präzise die Innviertler Mentalität und den Dialekt: bodenständig („mai god na mai god na wosis schao kanada“), selbstbewusst („mia san mia und mia raggan a fia via“), dickköpfig („midn schedl kaosd duach dwaond“), dörflich („jausndrong zenddaischlong“), zwischenmenschlich („do löggs de nida da sebb und dö frida“) und vieles mehr. Kritisch beobachtet Achleitner auch die Veränderungen der letzten Jahrzehnte: Verlust des Dialekts („dialegd is a schmoan“), Naturausbeutung („iwamoang is schao vafoan da koan“) und zunehmende Hektik („drawö schais drawö“).
Pumberger-Kasper liest die Dialektgedichte, Marschall trägt passende Berichte aus Innviertler Zeitungen und treffende Prosatexte Achleitners vor, Ranzenberger steuert seine Geschichten vom „Onkel Franz“ bei. Edtbauer musiziert und singt unter anderem Achleitner-Gschdanzl.
Achleitners Dialektlyrik wird durch diese Zusammenschau besonders beleuchtet, neue Sichtweisen eröffnen sich.
Wiener Gruppe mit H. C. Artmann und Gerhard Rühm
Friedrich Achleitner wurde 1930 als Müllnersohn in Schalchen, Bezirk Braunau, geboren und starb 2019 in Wien. In den 1950er Jahren schloss er sich der legendären Wiener Gruppe an und gehört mit H. C. Artmann und Gerhard Rühm zu den Begründern der modernen österreichischen Dichtung im Dialekt.
Tips verlost am Montag, 13. April, 3 × 2 Karten.


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