Brucknerorchester Linz spielt Bruckner-Sinfonie in der Stiftskirche Reichersberg
REICHERSBERG. Ein echtes kulturelles Highlight im Innviertel in diesem Herbst wird sicherlich der Auftritt des Brucknerorchesters Linz in der Stiftskirche am Samstag, 3. Oktober, sein.

Unter der Leitung von Ustina Dubitsky wird das Brucknerorchester in der Stiftskirche die 5. Sinfonie von Anton Bruckner spielen.
Schwierig, aber eindrucksvoll
Der Ansfeldner Meister hörte seine Fünfte Sinfonie nie selbst in einer Aufführung mit Orchester. Die Grazer Uraufführung am 8. April 1894 unter der Leitung seines Schülers Franz Schalk konnte er, bereits schwer krank, nicht besuchen. Wahrscheinlich hätte es ihm aber auch nicht gefallen: Schalk schuf eine entstellte Fassung mit Instrumentationsretuschen, die ein gekürztes Scherzo und vor allem einen Strich von 122 Takten im Finale sowie die Einbeziehung eines Fernorchesters vorsehen.
Die Fünfte gilt als eine seiner schwierigsten, aber auch eindrucksvollsten Schöpfungen Bruckners, insbesondere wegen des kontrapunktischen und klangmächtigen Finalsatzes.
Ustina Dubitsky
Die Dirigentin Ustina Dubitsky wuchs als Tochter ukrainischer Eltern in München-Ramersdorf auf. Ihr musikalisches Talent zeigte sich schon in jungen Jahren mit ihrem ersten Bühnenauftritt als Mitglied des Kinderchors der Bayerischen Staatsoper in München, während sie gleichzeitig eine intensive Ausbildung im Violinspiel absolvierte. Als Konzertmeisterin in mehreren Jugendorchestern entwickelte sie ihre Führungsqualitäten, insbesondere unter renommierten Dirigenten wie Mariss Jansons.
Von 2022 bis 2024 war sie als Assistentin des Dirigenten beim Gürzenich-Orchester Köln tätig. Im April 2024 gab sie ihr Debüt an der Bayerischen Staatsoper.
Bruckner Orchester Linz
Das Bruckner Orchester Linz zählt zu den führenden Klangkörpern Mitteleuropas, blickt auf eine mehr als 200-jährige Geschichte zurück und trägt seit der Saison 1966/67 den Namen des Genius loci. Seit dem Amtsantritt von Markus Poschner als Chefdirigent vollzieht das BOL einen weithin beachteten Öffnungsprozess, der viele neue Formate generiert, unerwartete Orte aufsucht, in der Vermittlung überraschende Wege findet und vor allem für künstlerische Ereignisse in einer unnachahmlichen Dramaturgie sorgt, die ob ihrer Dringlichkeit und Intensität bei Publikum und Presse in Oberösterreich und der Welt für enorme Resonanz sorgen. Internationale Aufmerksamkeit bekam es unter anderem durch seine Zusammenarbeit mit dem Komponisten Philip Glass.








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