Mettmacher Kulturverein: „Wir gehen davon aus, dass im Herbst alles normal läuft“
METTMACH. Der Kulturverein KIMM durfte so wie alle anderen Kulturveranstalter aufgrund der Pandemie keine Veranstaltungen abhalten. Sämtliche Termine mussten abgesagt werden. Tips sprach mit Manuel Berrer, dem Pressebeauftragten von KIMM.

Tips:Wie ist es dem Kulturverein und seinen Mitgliedern seit der Pandemie ergangen?
Manuel Berrer: Wir haben nur über die WhatsApp-Gruppe Kontakt. Dort tauschen wir uns über Ersatztermine für diverse Kulturveranstaltungen aus. Die Stimmung war beziehungsweise ist nicht so euphorisch. Nachdem wir alle ehrenamtlich arbeiten, muss aber auch keiner von uns von den Veranstaltungen leben. Deprimierend ist halt, wenn wir wieder einem Tontechniker absagen mussten, der lebt aber von diesen Auftritten. Auf die wird in der Pandemie gern vergessen. Es sind nicht nur die Künstler, die nicht auftreten dürfen, da hängt noch ganz viel mehr dran.
Tips:Wann wird es in Mettmach die ersten Kultur-Veranstaltungen von KIMM geben?
Manuel Berrer: Wir gehen davon aus, dass ab Herbst wieder alles normal läuft. Mit einer Kapazität von 50 Prozent ist eine Veranstaltung derzeit in der Festspielhalle schwer durchführbar. Der Auftritt von Klaus Eckel ist beispielsweise ausverkauft. Die Karten wurden anonym verkauft. Wer entscheidet, wer reindarf und wer nicht? Deshalb haben wir diesen auf 2022 verschoben.
Tips:Wie geht es dem Verein finanziell?
Manuel Berrer: Wir haben keine laufenden Kosten, deshalb haben wir finanziell kein Problem.
Tips: Sind noch alle Mitglieder mit an Bord?
Manuel Berrer: Es hat keiner gesagt, er will nicht mehr mithelfen. Ich gehe davon aus, wenn sich die Situation entspannt, dass die Motivation wieder zurückkommt. Ich glaube sogar, dass wir motivierter sind als vorher. Wir alle wollen wieder was sehen. Was Neues zu organisieren wird auch wieder klass.
Tips:Auf welche kulturelle Veranstaltung freust du dich persönlich?
Manuel Berrer: Ich freu mich, wenn es wieder Rockkonzerte gibt. Speziell denke ich an das Nova Rock oder die Burg Clam. Was das Kabarett betrifft, wenn ich selber wieder auf die Bühne darf. Aber auch die Mixed Shows mag ich sehr, weil man sich untereinander kennt. Ein Auftritt mit den Mettmacher Dreiern beispielsweise, der wirft zwar finanziell nichts ab, macht aber großen Spaß, weil man die Leute aus der Szene trifft. Ich bin beim Trampolin Mitglied, das ist eine vom Staat geförderte Aktion. Dort darf ich mit drei weiteren, mir nicht bekannten Künstlern im Kabarett Niedermair in Wien auftreten und eine Kurzversion aus meinem Programm spielen.
Tips:Seit 19. Mai hat fast wieder alles offen. Wohin wirst du als Erstes gehen?
Manuel Berrer: Ich werde sicher die Mittagsangebote im Bezirk wieder annehmen. Zwar habe ich jetzt auch Take Home genutzt, aber auf ein Essen in diversen Lokalen und im Gastgarten freu ich mich.
Tips:Wie geht es mit deinen Auftritten als Da Berrer weiter?
Manuel Berrer: Diese werde ich nur mehr als Hobby ausüben. Ich habe mich auf meinen Beruf in der Forschung und Entwicklung fokussiert. Früher hatte ich 50 bis 60 Auftritte im Jahr, nun werde ich diese auf etwa 20 reduzieren.


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