Renovierung der Pfarrkirche dauerte zehn Jahre und kostete fast eine Million Euro
WIPPENHAM. Die Pfarre Wippenham feiert am 16. Juni mit einem Pfarrfest den Abschluss der Renovierung der Pfarrkirche. Knapp eine Million Euro wurden dafür in den letzten zehn Jahren aufgewendet.

Nachdem Putzschäden am Kirchturm und Feuchtigkeitsschäden in der Kirche unübersehbar waren, hat 2011 der damalige Pfarrgemeinderat unter Pater Thaddäus Kondrowski einen Grundsatzbeschluss zur Renovierung der Pfarrkirche getätigt. Die Diözese Linz genehmigte diesen Antrag und sagte eine entsprechende Kostenbeteiligung zu.
Drei Bauetappen
In einer ersten Bauetappe konnte 2014 der Kirchturm saniert werden. Die zweite Bauetappe wurde dann von 2016 (Trockenlegung) bis 2019 (Fenster, Ölberg, Außenputz) erledigt. Die dritte Bauetappe, die Innenrenovierung, war der bisher umfangreichste Teil und fand von Mai 2023 bis Mai 2024 statt. Der Großteil der Rechnungen sind bezahlt, die Pfarre rechnet mit rund 970.000 ⋌Euro ⋌Gesamtkosten.
Einen bedeutenden Finanzierungsbeitrag leistete die Diözese. An die 400.000 Euro kamen durch direkte Baukostenzuschüsse und den jährlichen Kirchenbeitragsanteil zusammen. Die öffentliche Hand (Bundesdenkmalamt, Land OÖ und Gemeinde Wippenham) hat bisher knapp 150.000 Euro zu den Baukosten beigetragen. Wirklich beachtlich sind die Eigenleistungen, die die Pfarrgemeinde aufgebracht hat und mit denen der verbleibende Rest von rund 420.000 Euro abgedeckt wurde beziehungsweise abgedeckt werden muss.
Finanzreserven aufgebaut
Bereits vor Baubeginn wurden mit diversen Aktivitäten (unter anderem Pfarrfasching) Reserven aufgebaut. Zwei „Feste der Sinne“ – große zweitägige Dorffeste – wurden abgehalten, verschiedenste Aktionen wurden getätigt, um Geld zu sammeln.
„Allein seit Mai 2023 haben wir über 80.000 Euro zusammengebracht. Bei einer Haussammlung wurden knapp 50.000 Euro, das sind im Schnitt rund 200 Euro pro Haushalt, hergegeben. Über 20.000 Euro brachte die Itzy-Bitzy-Faschingsgaudi und 10.000 Euro kamen durch andere Aktivitäten herein“, erzählt Pfarrgemeinderatsobfau Ernestine Lehrer, die betont, dass sich die Kirchenrenovierung ohne Kreditaufnahme ausgehen wird.
Ein wichtiger Faktor bei der Finanzierung ist und war das große ehrenamtliche Engagement. Von den Wippenhamern wurden deutlich über 4.000 Stunden direkt am Bau gearbeitet, die anteilig von der Diözese vergütet werden.
„Wir haben nun eine hervorragend renovierte Kirche, die auch technisch auf den neuesten Stand gebracht wurde. Außerdem hat durch die Neugestaltung des Altarbereiches, der Margarethenkapelle und des Eingangsbereiches schöne und interessante neue Kunst Eingang gefunden. Sehr gut ist, dass die vielen Aktivitäten zur Kirchenrenovierung die Wippenhamer zusammengeschweißt und die Gemeinschaft gestärkt haben“, freut sich Pfarrer Pater Wolfgang.
Pfarrfest
Die Pfarrgemeinde wird den Abschluss der Renovierung am Sonntag, 16. Juni mit einem Pfarrfest feiern. Um 9 Uhr ist Gottesdienst, danach gibt’s ein Fest am Kirchenplatz.


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