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5. Auflage der Innviertla Roas: „Haben einfach Freude am Gehen“

Rosina Pixner, 18.06.2024 11:00

INNVIERTEL. Bereits zum fünften Mal fand am vergangenen Wochenende die sogenannte „Innviertla Roas“ statt. Dahinter verbirgt sich eine anspruchsvolle Wanderung, die dennoch keinerlei Wettbewerbscharakter hat. So meldeten sich auch heuer wieder interessierte Freunde des langen Gehens, die die Herausforderung annehmen wollten.

Sie sind leidenschaftliche Wanderer: Sven, Johanna, Josef, Bernhard und Jogl (Foto: Schiszler)
Sie sind leidenschaftliche Wanderer: Sven, Johanna, Josef, Bernhard und Jogl (Foto: Schiszler)

„Wir haben in den vergangenen Jahren einige Erfahrungen gesammelt, viel getüftelt, wie man die Roas am besten angehen kann. Mittlerweile dürften wir ein organisatorisches Optimum gefunden haben“, erklärt Joachim Gaberscik, der so etwas wie der Gründungsvater der „Innviertla Roas“ ist. So wurde die Startzeit der rund 100 Kilometer langen Weitwanderung, die in einem Stück absolviert wird, auf 7 Uhr morgens verlegt und die Strecke – ein Rundkurs – wurde heuer erstmals im Uhrzeigersinn angegangen. Diese beiden Änderungen haben Vorteile, die auf der Hand liegen. Im Falle von sommerlicher Hitze, die man zur Sonnenwende zumindest nicht ausschließen sollte, befindet man sich während der heißesten Stunden des Tages auf dem Hausruckkammweg im Kobernaußerwald und hat zumindest über weite Strecken hinweg eine wohltuende Beschattung. Da die Wanderung nach dem Selbstversorgungsprinzip durchgeführt wird und grundsätzlich keinerlei planmäßige Labestationen eingerichtet sind, gilt es auch die Öffnungszeiten der beiden Gasthäuser – der Schmiedwirt in Waldzell sowie der Kirchenwirt in Maria Schmolln – zu beachten. Mit dem nunmehrigen Startzeitpunkt erreicht man bei durchschnittlicher Geschwindigkeit die beiden Gaststätten zu Öffnungszeiten, um sich körperlich und damit auch mental zu stärken.

Wandern verbindet

„Schön ist, dass die Teilnahme an so einer Wanderung wirklich verbindet“, meint Sven Schiszler, als leidenschaftlicher Weitwanderer des TSV Obernberg 1885 und der bei jeder bisherigen Roas dabei war. „Es gibt Teilnehmer aus den vergangen Jahren, die in diesem Jahr aus Termingründen nicht an den morgendlichen Start gehen konnten, aber sie haben uns mit selbstverständlicher Großzügigkeit angeboten, zu nächtlicher Stunde auf den letzten, mitunter sehr beschwerlichen Kilometern, einen Versorgungspunkt zu errichten. Wenn man weiß, welche mentale Bedeutung ein aufmunterndes Wort, eine Tasse heißen Kaffees und ein Stückerl Streuselkuchen bei Kilometer 80 haben, kann man das gar nicht hoch genug schätzen.“

Wenig überraschend werten Teilnehmer und Organisatoren die Innviertla Roas 2024 als ein schönes, gelungenes und wiederholenswertes Erlebnis. Die Wanderstiefel werden zwischenzeitlich wohl noch öfters für die ein oder andere kleinere Tour geschnürt, schließlich will man vorbereitet sein, wenn man sich zur nächsten Sommersonnenwende wieder auf die 100 Kilometer Wanderung quer durchs Innviertel macht.


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