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AUROLZMÜNSTER. Die Aushilfen-Situation in den Altstoffsammelzentren des Bezirks ist derzeit noch prekärer als sonst. Aushilfen werden dringend gesucht, sagt Gudrun Pichler-Zecha vom Bezirksabfallverband (BAV) Ried.

  1 / 3   Resi Mairinger (l.) und Rosi Hörmandinger mögen ihre Arbeit im ASZ Aurolzmünster. (Foto: BAV Ried)

Die „Chefin“ hat mit zwei Aushilfen über die Arbeit in den Altstoffsammelzentren (ASZ) und die Anforderungen gesprochen.

Kommunikativ muss eine Aushilfe im Altstoffsammelzentrum (ASZ) sein – und eine Freude an der Arbeit soll sie haben. Das ist das Wichtigste, finden Rosi Hörmandinger und Resi Mairinger, zwei leidenschaftliche Aushilfen im ASZ Aurolzmünster/Ried.

Unterschiedliche Aufgaben

Aushilfe Rosi Hörmandinger räumt bereits im ASZ-Flohmarkt auf, bevor dieser um 8.30 Uhr seine Pforten öffnet. Aushilfe Resi Mairinger ist in der Annahmehalle und unterstützt Kunden beim Sortieren ihrer Kunststoffverpackungen. Diese werden nur sortenrein getrennt von den Recyclingbetrieben übernommen und stofflich recycelt. Dafür bringen die Wertstoffe auch bares Geld: Eine Tonne (1.000 Kilogramm) Joghurtbecher oder Kunststofffolien ist rund 600 Euro wert.

Aushilfen oder „fallweise Beschäftigte“ werden immer gebraucht in den ASZ des Bezirkes, erklärt Pichler-Zecha – vorwiegend für Urlaubs- oder Krankenstandsvertretungen.

Manche Aushilfen haben im Vorfeld Angst, ob sie es können. „Aber zuerst schaut man ein bisschen zu und dann wächst man schnell hinein, wenn man Interesse am Abfalltrennen hat und kommunikativ ist. Der Großteil unserer Kundschaft ist sehr nett“, meint Rosi Hörmandinger. Natürlich gibt es auch Zweifler. „Wenn einer sagt Wird eh ois zomgschmissn, dann sag ich: Dann wären wir nicht hier! Dann würden wir nicht so genau trennen!“, sagt Resi Mairinger.

Sinnvolle Arbeit

Die Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit ist ein wichtiger, aber nicht der einzige Grund, warum Jungpensionistin Resi Mairinger, früher ASZ-Leiterin in Gurten, so gerne hier arbeitet. „Wonnst unterd Leit kummst, des is oafoch sche!“

Für Rosi Hörmandinger, vor Antritt ihrer Pension ASZ-Mitarbeiterin in Danner, sind es vor allem die Kontakte zu den Kundschaften und die netten Kolleginnen und Kollegen. „Wir sind wie eine zweite Familie – wenn ich einmal in der Woche nicht kommen darf, das fehlt mir!“

Sie meint: „Wenn man mit den Leuten redet und ihnen was erklärt, sind sie gleich netter. Ich hab immer schon genau getrennt daheim und mir im Keller eine schöne Trennstation hergerichtet.“

„Ein bisschen fit muss man schon sein“

Was sollen ASZ-Aushilfen mitbringen? Körperliche Belastbarkeit, gute Deutschkenntnisse und freundliche Umgangsformen. „Stark ist es schon manchmal den ganzen Tag, ein bisschen fit muss man schon sein. Man soll auch die Arbeit sehen und zugreifen – aber unsere Generation ist eh so aufgewachsen, dass sie die Arbeit kennt“, so Rosi Hörmandinger.

Bezahlung

Pichler-Zecha: „Bezahlt werden ASZ-Aushilfen übrigens nach dem Kollektivvertrag der Chemischen Industrie. Der Stundenlohn brutto liegt bei 14,30 Euro, dazu kommt eine Schmutzzulage und anteiliges Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Bei Pensionisten ist aus Steuergründen die Geringfügigkeitsgrenze von derzeit 500 Euro zu beachten.“

Interessierte melden sich direkt im jeweiligen ASZ oder beim Bezirksabfallverband Ried:
abfallberatung@bav-ried.at, Tel. 07752 81770
Info: www.umweltprofis.at/ried

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