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Energie-Coachings zeigen Einsparpotenziale in den Innviertler  Gemeindegebäuden auf

Rosina Pixner, 21.08.2026 11:00

INNVIERTEL. Wie können gemeindeeigene Gebäude energieeffizienter betrieben werden? Wo gehen Wärme, Strom und Wasser unbemerkt verloren? Und welche Maßnahmen können Gemeinden im Hinblick auf kommende Anforderungen und steigende Energiekosten sinnvoll vorbereiten?

Franz Strasser (Energieberater), Stephanie Steinböck (KEM-Managerin Inn-Hausruck), Melanie Pumberger (Amtsleiterin Geiersberg), Friedrich Hosner (Bgm. Geiesberg) (Foto: KEM Inn-Hausruck)

Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Klima- und Energiemodellregionen (KEM) Inn-Hausruck und die Inn-Kobernaußerwald im Rahmen von Energie-Coachings. Heuer fanden Begehungen in zwölf Mitgliedsgemeinden statt. Besichtigt wurden unter anderem Gemeindeämter, Schulen, Vereinshäuser, Feuerwehrhäuser, Turnhallen und weitere kommunale Gebäude.

Praxisorientierte Vor-Ort-Analyse

Das Konzept der Energie-Coachings ist bewusst praxisnah gehalten: Vor Ort erfolgt eine rund eineinhalbstündige Begehung mit anschließendem Abschlussgespräch. Besichtigt und analysiert wird genau dort, wo die jeweilige Gemeinde Bedarf sieht. Durchgeführt werden die Termine von Energiecoach Franz Strasser und der KEM. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die thermische Gebäudehülle, Gebäudedichtheit sowie der Wärme-, Wasser- und Stromverbrauch.

„Bei den Begehungen zeigt sich schnell, wo Handlungsbedarf besteht. Wir gehen den Gemeinden zur Hand, verknüpfen Ursache und Wirkung und zeigen ihnen kostengünstige Maßnahmen auf, durch die sie Energieeinsparung schnell spüren können. Auch längerfristige Investitionen und mögliche Förderungen werden besprochen“, erzählt Energieberater Franz Strasser.

Von der Gebäudehülle bis zur Haustechnik

Die Energie-Coachings zeigen deutlich: Nicht immer braucht es große Sanierungen, um Energie einzusparen. Oft sind es kleine Schwachstellen, die im Alltag kaum auffallen, aber langfristig zu unnötigen Energieverlusten führen.

In mehreren Gebäuden wurden beispielsweise undichte Türen, Dachbodenaufgänge oder Fensterbereiche als mögliche Problemstellen erkannt, die zu erhöhten Heizenergiekosten führen können. Zugluft in diesen Bereichen lässt sich schnell durch Staubablagerung an den Dichtungen erkennen. Mit einem Dichtungstausch oder Einstellen der Fenster lassen sich hier leicht Verbesserungen vornehmen.

Weitere Erkenntnisse betreffen den sparsamen Umgang mit Wasser und Strom. Schon einfache Einstellungen bei Waschbeckenarmaturen können helfen, den Wasserverbrauch deutlich zu reduzieren. Auch Elektro-Kleinspeicher, Beleuchtung oder veraltete Leuchtmittel wurden als Bereiche identifiziert, in denen mit kleinen Anpassungen Energie eingespart werden kann.

Gemeinden profitieren von fachlicher Unterstützung

Die Energie-Coachings bieten Gemeinden eine unkomplizierte Möglichkeit, ihre eigenen Gebäude mit fachlicher Begleitung genauer unter die Lupe zu nehmen und konkrete Ansatzpunkte für mehr Energieeffizienz zu erhalten.

„Vieles davon ist keine Wissenschaft, man muss sich nur damit auseinandersetzen, um die Gebäude langfristig zukunftsfit zu machen. Der Blick von außen hilft, Energieverluste zu erkennen, die im laufenden Betrieb vielleicht übersehen werden“, sagt Bürgermeister Friedrich Hosner. In der Gemeinde Geiersberg wurde im Zuge eines Coachings das Gemeindeamt begutachtet.


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