Gladiators: „Es gibt keine Figur, die für Football nicht geeignet ist“

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Gladiators-Chefcoach Raffael Gruber (l.), General Manager Markus Grösslhuber und die Public Relations-Beauftragte Julia Gruber können den Saisonstart kaum noch erwarten. (Foto: Tips / Horn)
Gladiators-Chefcoach Raffael Gruber (l.), General Manager Markus Grösslhuber und die Public Relations-Beauftragte Julia Gruber können den Saisonstart kaum noch erwarten. (Foto: Tips / Horn)
Walter Horn Walter Horn, Tips Redaktion, 02.08.2021 19:40 Uhr

RIED. Nach 22 Monaten Pause können die Monobunt Gladiators Ried am 28. August endlich wieder ein Meisterschaftsspiel bestreiten. Gegner im Colosseum Noricum, wie die Gladiators das Rieder Leichtathletikstadion nennen, sind die Gmunden Rams.

Ihr letztes Spiel haben die Gladiators im Oktober 2019 zum Saisonende vor der Winterpause bestritten. Bis März 2020 bereiteten sie sich noch normal auf die neue Saison 2020 vor, sagt General Manager Markus Grösslhuber, dann war Schluss. Eine Woche nach ihrem Trainingslager kam der erste Lockdown.

Football ohne Kontakt

Im Sommer konnten sie dann etwa vier bis fünf Wochen trainieren, allerdings nur unter Auflagen: in kleinen Gruppen und ohne Kontakt – was für Football geradezu kontraproduktiv ist. Grösslhuber: „Wenigstens konnten wir Fitness und Kondition trainieren.“

Mit dem zweiten Lockdown war auch das vorbei. Einen vorsichtigen Neustart gab es erst im Frühjahr, als zumindest mit Jugendlichen und Schülern unter Auflagen trainiert werden konnte.

Seit dem 20. Mai ist auch die A-Mannschaft wieder im Training, mit 3G und Präventionskonzept. Grösslhuber: „Mittlerweile ist der Großteil der Mannschaft geimpft, wir haben auch ein paar Genesene.“

Finanziell haben die Gladiators die Zwangspause glimpflich überstanden, sagt der Manager: „Wir haben keine Existenzängste, aber uns geht ein Jahr ab. Zum Glück sind uns unsere Sponsoren treu geblieben.“

Division 3

Die Rieder Footballer spielen in der kommenden Saison in der Conference B der Division 3 der Austrian Football League. Gegner sind die Gmunden Rams und die Carinthian Eagles Villach, gegen die es jeweils ein Heim- und ein Auswärtsspiel gibt. Die Vertex Warriors aus Wörgl haben ihre Nennung für dieses Jahr zurückgezogen.

Die ersten beiden Teams des Grunddurchgangs beider Conferences qualifizieren sich für die Playoffs und ermitteln in der Challenge Bowl den Aufsteiger in die Division 2.

Die zwei Heimspiele finden am 28. August (Gmunden) und 25. September (Villach) statt. Für den ausgefallenen dritten Game Day am 9. Oktober versuchen die Gladiators, ein Ersatzprogramm zu organisieren.

„Es wird heuer eine kurze Saison“, meint Manager Grösslhuber, der sich schon auf die Spiele vor Publikum freut. Das Zuschauerpotenzial für Football im Innviertel scheint enorm zu sein. Zum ersten offiziellen

Ligaspiel der Gladiators im April 2019 kamen 1.200 Zuschauer – das erregte sogar die Aufmerksamkeit des Kult-Kommentators Walter Reiterer.

Game Day

Ein Game Day beim Football ist mehr als nur das Spiel. „Ein Besuch unserer Spiele soll ein Event für die ganze Familie sein“, sagt Julia Gruber. Daher kümmert sich der Verein zum Beispiel auch um ein Programm für die Kinder und tut einiges für Football-Neulinge: Der Platzsprecher erklärt bei Spielunterbrechungen die Entscheidungen der Referees, in der Stadionzeitung werden die wichtigsten Regeln und Positionen erklärt.

Markus Grösslhuber ist sich bewusst: „Ohne kurzen Crash-Kurs ist unser Sport kaum verständlich. Aber wir hören oft nach einem Spiel von Zuschauern: ‚Ich kenne mich nicht aus, aber ich komme wieder‘.“ 

Einsteigertraining

Die Gladiators suchen ständig Leute. Jeden Mittwoch von 19 bis 20.30 Uhr veranstalten sie im Stadion ein Einsteigertraining (Info: gladiators.at).

Bewerben kann sich jeder. „Es gibt keine Figur, die für Football nicht geeignet ist“, sagt Chefcoach Raffael Gruber. „Auch 120-Kilo-Bröckerl werden gefeiert. Jeder wird für das akzeptiert, was er ist.“

Akzeptanz

Er erinnert sich, dass die meisten Schwergewichtigen mit dem Sport schon aus der Schulzeit eher unangenehme Erinnerungen verbinden: „Ich habe damals wegen meiner Statur lange gezögert, ob ich zu dem Probetraining gehen soll. Aber dann wurde ich gerade wegen meiner Statur sofort mit Freude aufgenommen.“

Der Zusammenhalt im Verein sei außergewöhnlich, sagt Julia Gruber. Sie beschreibt ihn mit dem hawaiianischen Ausdruck für Familie: „Wir sind Ohana.“

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