UVC Ried verbietet wegen angeblich zu lauter Gästefans „lärmerzeugende Geräte“ im Volleydome
RIED. Das zweite Spiel der Finalserie um die österreichische Volleyball-Meisterschaft hatte ein unerwartetes Nachspiel. Die Hartberger Fans hatten ihre Mannschaft mit ihren Trommeln lautstark angefeuert - für die Gastgeber und deren Fans offenbar zu laut. Die Folge: Der UVC beschloss, „künftig sämtliche lärmerzeugenden Geräte im Raiffeisen Volleydome ausnahmslos zu verbieten“.

Die „außergewöhnlich intensive akustische Unterstützung der Gastmannschaft“ durch die Fans mit den mitgebrachten Trommeln führten nach Einschätzung des UVC Ried zu einer „sehr hohen Geräuschkulisse in der Halle“.
Zeitweise sei „eine Verständigung innerhalb der Halle kaum mehr möglich“ gewesen und „das eigene Wort konnte nicht mehr verstanden werden“.
Verbot
Als Konsequenz aus diesen Ereignissen beschloß der UVC, künftig sämtliche lärmerzeugenden Geräte im Raiffeisen Volleydome ausnahmslos zu verbieten. Dieses Verbot gilt gleichermaßen für alle Fangruppen und Besucherinnen und Besucher, unabhängig davon, welchem Team sie angehören – also auch auch für die eigenen Fans, die die schlechte Akustik im Volleydome kennen.
Die Vereinsleitung schreibt in der Aussendung: „Ziel dieser Maßnahme ist es, eine sichere, angenehme und für alle Beteiligten verträgliche Atmosphäre bei unseren Heimspielen zu gewährleisten. Wir wollen, dass unsere jahrelang aufgebaute Fankultur in positiver Form weiter gelebt wird.“
Unverständnis
Diese Entscheidung sorgte – nicht nur auf Hartberger Seite – für Unverständnis. Auch mit der Bemerkung, dass man „über das Verhalten der Hartberger Anhänger enttäuscht“ sei, dürfte sich der UVC keine neuen Freunde gemacht haben.
Der TSV Hartberg reagierte online erwartungsgemäß mit einem Aufruf zur Fanfahrt zum nächsten Spiel in Ried am Sonntag, 26. April, unter dem Motto „jetzt erst recht“.
In einer Antwort auf die Rieder Entschedung schrieb man: „Leidenschaft, Emotionen und lautstarke Unterstützung gehören zu einem Finalspiel dazu. Genau mit dieser Energie wurde TSV Hartberg Volleyball unterstützt – nicht, um zu stören, sondern um das Team zu pushen. Natürlich soll sich bei einem Volleyballspiel jede Besucherin und jeder Besucher wohlfühlen. Trotzdem ist es schade, wenn gelebte Fankultur, die aus purer Begeisterung für den Sport entsteht, so negativ gesehen wird.“


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