SV Oberbank Ried startet Europacup-Playoff mit Heimspiel
RIED. Nach dem letzten Spiel der regulären Meisterschaft ist die Saison für die SV Oberbank Ried noch nicht zu Ende. Platz eines der Qualifikationsgruppe berechtigt zur Teilnahme am Europacup-Playoff, in der die Rieder im Halbfinale Heimrecht haben.

Weil der SV Ried trotz der 0:1-Heimniederlage gegen den WAC der erste Platz in der Qualifikationsgruppe nicht mehr genommen werden kann, empfängt der Verein am Dienstag, 19. Mai, um 18.30 Uhr den Zweitplatzierten. Nach dem aktuellen Tabellenstand kann das mit Ausnahme von Blau-Weiß Linz jede Mannschaft der unteren Gruppe sein.
Der Sieger dieses Europacup-Qualifikations-Halbfinales trifft dann in Hin- und Rückspiel auf den Fünften der Meistergruppe.
GAK rettet der SV Ried Platz eins
Für den gesicherten ersten Platz dürfen sich die Rieder beim GAK bedanken, der in der Schlussphase gegen Altach aus einem 0:2 noch ein 2:2 machte und den Vorarlbergern so die Chance auf Platz eins nahm.
Für die Tabelle ist das Resultat der SV Ried beim letzten Spiel in Altach irrelevant. Die Rieder können damit nur beeinflussen, gegen wen sie im Play-off spielen. Theoretisch könnte das auch der GAK sein, der andererseits mit einer Niederlage bei Blau-Weiß Linz absteigen würde.
Thomas Silberberger über den Abstiegskampf: „Nicht gesundheitsfördernd“
Ein ähnliches Wechselbad der Gefühle durchlebte der WAC in Ried: Beim Anstoß noch abstiegsgefährdet, nach dem Spiel Zweiter mit der Chance auf die Europacup-Qualifikation. Kein Wunder, dass Trainer Thomas Silberberger meinte: „Gut, dass die Punkteteilung abgeschafft wird. Das ist nicht gesundheitsfördernd.“
Dabei ist Abstiegskampf für den Tiroler, der in sechs Spielen mit dem WAC den Turnaround schaffte, nichts Neues: „Bei der WSG Tirol hatten wir auch Abstiegskampf, aber da hatte ich 32 Spiele Zeit. Heuer war es so schwierig wie noch nie. Vor drei Wochen waren wir noch mausetot. Aber die Mannschaft ist eine Mannschaft geworden. Ich bin froh, dass ich bei Blau-Weiß gegen den GAK nur Zaungast bin – so ein Spiel macht keinen Spaß!“
Auf die Frage nach seinem Meisterschaftstipp meinte Silberberger: „Das lässt sich der LASK nicht mehr nehmen. Ich bin dem Didi Kühbauer ja irgendwie dankbar: Wäre er nicht nach Linz gegangen, säße ich jetzt nicht hier.“
„Sensationeller Zwischenerfolg“
Für SVR-Trainer Max Senft ist Platz eins in der Qualifikationsgruppe ein „sensationeller Zwischenerfolg“. Man dürfe aber „nicht vergessen, wie viel harte Arbeit dahintersteckt“.
Gegen den WAC war die SV Ried nie so „griffig“ wie in ihren besseren Spielen. Sie kam zu wenigen Torchancen und musste sich beim erneut hervorragenden Torhüter Andreas Leitner bedanken, der mit mehreren exzellenten Paraden und Reflexen verhinderte, dass die Kärntner nach dem unglücklichen, aber unumstrittenen Elfmeter in der 31. Minute, den Alessandro Schöpf zum 0:1 verwandelte, noch zwei oder drei Tore mehr erzielten.
Senft kritisierte Schiedsrichter
Senft haderte mit dem Schiedsrichterteam – übrigens auch schon während der Partie: Er sah in der 43. Minute seine vierte Gelbe Karte und muss sich daher in den nächsten Spielen zurückhalten, um nicht eventuell in einem Play-off-Finalspiel gesperrt zu sein.
Dass WAC-Torwart Nicolas Polster nach einem Handspiel außerhalb des Strafraums nur verwarnt wurde, war für ihn ein spielentscheidender Fehler: „Wir wissen alle, wie schnell Ante Bajic ist, der läuft 36 Kilometer pro Stunde. Der wäre noch an den Ball gekommen und hätte eine Torchance gehabt. Es ist nicht das erste Mal, dass wir dieses Schiedsrichterteam gegen uns pfeifen hatten. Ich hoffe, dass die Schiedsrichteransetzung in den Play-offs von der Qualität und Erfahrung besser ist.“
Für den Gegner hatte Senft viel Respekt: „Ich muss dem WAC und dem Trainerteam gratulieren. Wie sie den Turnaround im unteren Play-off geschafft haben, ist schon wirklich beeindruckend.“
Termine für das Europacup-Play-off stehen fest
Die SV Ried beendet die reguläre Saison am kommenden Samstag, 16. Mai, um 17 Uhr in Altach.
Das Heimspiel im Europacup-Play-off steht bereits am Dienstag, 19. Mai, auf dem Spielplan. Der Sieger empfängt am Freitag, 22. Mai, den Fünften der Meistergruppe zum Finalhinspiel des Europacup-Play-offs. Im Rückspiel am Montag, 25. Mai, hat das Meistergruppenteam Heimvorteil.


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