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RIED.  Seit Oktober 2024 gibt es eine Partnerschaft zwischen der SV Ried und Schalke 04. Die „Knappen“ hatten die Idee, durch Partnerschaften mit kleineren Klubs im Ausland neue Möglichkeiten in der Kaderplanung zu schaffen. 

  1 / 2   So begann die Kooperation (v. l.): SVR-Präsident Thomas Gahleitner, Lukas Brandl (Technischer Direktor SV Ried), Ben Manga (Direktor für Kaderplanung, Scouting und Knappenschmiede Schalke 04), Wolfgang Fiala (GeschF Sport SV Ried) und Axel Hefer (Aufsichtsratsvorsitzender FC Schalke 04). (Foto: Schalke 04/Karsten Rabas)

Die Kooperation entstand über den damaligen Schalke-Kaderplaner Ben Manga. Während es auf Schalker Seite bereits mehrere Personalwechsel gab, sind in Ried nach wie vor der Technische Direktor Lukas Brandl und der Geschäftsführer Sport Wolfgang Fiala verantwortlich.

„Für uns ist es interessant wegen der Erweiterung des Netzwerks und weil wir mehr Informationen über einen größeren Spielerpool in der Kaderplanung bekommen, ohne dabei Verpflichtungen einzugehen“, sagt Lukas Brandl.

Informationsaustausch

Im Zentrum der Zusammenarbeit steht vor allem der laufende Informationsaustausch. Rieder Funktionäre sind regelmäßig bei Schalke vor Ort, beobachten Spiele der zweiten Mannschaft und der U19 und tauschen sich vor allem vor Transferfenstern eng mit Schalker Verantwortlichen aus.

Dabei geht es um Kaderpläne, junge Spieler, Entwicklungen und mögliche Perspektiven. Der große Name Schalke 04 kann auch Türen öffnen. „Vielleicht beschäftigt sich auch der eine oder andere Spieler eher mit uns, wenn der erste Kontakt über Schalke stattfindet, als wenn wir alleine anfragen“, erklärt Brandl.

Ressourcen

Die SV Ried hat durch die Kooperation Zugang zu Ressourcen, die für einen kleineren Klub alleine schwer leistbar wären. Über Schalke kann die SVR etwa ein internationales Datenportal mit weltweiten Spielerdaten nutzen.

Schalke wiederum kann Spieler, die mittelfristig interessant sein könnten, aber kurzfristig noch nicht bereit für den eigenen Profibereich sind, über die SVR weiterentwickeln. Die österreichische Bundesliga bietet dafür ein attraktives Niveau, auch wenn finanzielle Unterschiede zu Deutschland klare Grenzen setzen.

Offene Kooperation

Die Kooperation ist bewusst offen gehalten. Es gibt keine Pflicht zu Transfers und keine fixen Fristen. Oft zeigt sich der Nutzen im Hintergrund: durch Hinweise, Daten, Einschätzungen oder gemeinsame Projekte wie eine Testspielerwoche internationaler Talente in Ried. Brandl: „Internationale Testspieler sind von Schalke eingeladen worden, Schalke hat die Kosten getragen — Hotel, Flüge und so weiter — und die Spieler waren dann eine Woche bei uns zum Vorspielen.“

Hinweise

Brand nennt noch ein weiteres Beispiel: „Zum Beispiel beschäftigen wir uns mit einem Spieler und bekommen über Schalke einen entscheidenden Hinweis, den wir sonst nicht bekommen hätten. Dadurch kommt dann vielleicht ein Transfer zustande — oder auch nicht. Da steht dann nirgendwo ,Schalke' drauf, aber Schalke war in diesem Prozess vielleicht wichtig. Solche Dinge hat es schon öfter gegeben.“


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