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RIED. Seit Februar leitet Gerhard Schweitzer das P12-Programm bei der SV Ried, mit dem besonders talentierte Nachwuchsspieler gefördert werden.

Gerhard Schweitzer mit zwei seiner Schützlinge im Projekt P12: Alessandro Goiginger (l.) und Raphael Pesu (Foto: Horn)

Schweitzer ist ein „Veteran“ der SV Ried. Er war zwischen 2001 und 2020 als Cheftrainer, Co-Trainer von Paul Gludovatz und Interimstrainer (vier Mal) für die SVR tätig, außerdem als Scout und im Nachwuchsbereich.

P12 ist ein Programm des ÖFB zur Förderung von Spitzentalenten, das top-ausgebildete Perspektiv- und Elitespieler für den Nachwuchs des österreichischen Nationalteams fördern soll. Bei P12-Spielern wird ein noch klarerer Fokus auf die Individualisierung gelegt, es gibt zusätzliche Schwerpunkte in den Bereichen Training, Sportwissenschaft, Sportmedizin, Psychologie, Ernährung, Wertevermittlung und Ausbildung. Dabei arbeitet Schweitzer eng mit den anderen Trainern, von AKA bis Profis, zusammen.

Profimäßige Rundumbetreuung

Schweitzer: „P12-Spieler bekommen eine profimäßige Rundumbetreuung, müssen aber bereit sein, noch mehr zu machen als andere unter anderem haben sie pro Woche ein Training mehr als ihre Kollegen. Wichtig ist deshalb auch eine enge Abstimmung mit den Eltern und der Schule. Die Spieler sind oft weg und müssen trotzdem den Abschluss schaffen.“

Die Anforderungen an junge Spieler haben sich nach Schweitzers Erfahrung kaum verändert: „Entscheidend sind immer noch der Mensch und die Performance.“ Abseits des Platzes haben sich viele Entwicklungen beschleunigt: „Heute haben die Spieler viel früher einen Manager. Wenn jemand in der U15 den ersten geraden Schuss abgibt, kommen schon die Manager zu den Akademie-Spielen.“ Die meisten Spieler hätten auch schon professionelle Manager oder Agenturen.

Mit Rückschlägen umgehen

Entscheidend sei nicht nur die fußballerische Qualität, sondern vor allem die Haltung: die Einstellung zum Profifußball und der Ehrgeiz. Schweitzer: „Sie müssen lernen, mit Rückschlägen und Verletzungen umzugehen. Ganz wichtig ist eine realistische Selbsteinschätzung. Viele scheitern an den eigenen Erwartungen.“ Die Grundlage des Erfolges sei bei allem Talent: „Arbeiten, arbeiten, arbeiten.“


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