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RIED. Die SV Ried nimmt in den kommenden Jahren viel Geld in die Hand: Rund 16 Millionen Euro werden in VIP-Klub, Stadion, Akademie und Stadiondorf investiert. Zwei Drittel der Kosten, maximal 10,7 Millionen Euro, kommen als Förderung vom Land. Für Wolfgang Unterberger, im Vorstand für Infrastruktur zuständig, ist der Schritt notwendig, um den Verein sportlich wie wirtschaftlich zukunftsfit aufzustellen.

Der VIP-Bereich wird komplett neu gestaltet. (Foto: Tech 3)
  1 / 3   Der VIP-Bereich wird komplett neu gestaltet. (Foto: Tech 3)

Klar geworden sei der Handlungsbedarf vor gut einem Jahr, sagt Unterberger. „Wir haben festgestellt, dass wir mit gewissen Nachbesserungen nicht mehr auskommen beziehungsweise dass wir im Bereich Stadion und VIP-Club massiv etwas machen müssen.“ Das Stadion wurde 2004 gebaut, der VIP-Klub war damals deutlich kleiner dimensioniert. Zwar gab es später Erweiterungen, doch mittlerweile sei der Bedarf klar sichtbar: „Wenn man mit offenen Augen durchgeht, sieht man, dass über die Jahre ein gewisser Handlungsbedarf entstanden ist.“

Das größte neue Projekt ist der VIP-Klub. Er soll von etwas über 500 auf rund 660 Plätze vergrößert werden und mehr Komfort bieten. Für die SV Ried ist dieser Bereich ein zentraler wirtschaftlicher Faktor. „Der VIP-Bereich ist einnahmenseitig eine große Stütze – zum einen durch die Einnahmen über die VIP-Karten, zum anderen ist er natürlich ein ganz wichtiger Treffpunkt für Sponsoren und für das Unternehmertum im Innviertel“, sagt Unterberger. Im VIP-Klub treffe sich die regionale Wirtschaft, dort entstünden Kontakte, Gespräche und oft auch geschäftliche Beziehungen.

Mit der Erweiterung sollen nicht nur zusätzliche Erlöse erzielt werden. Unterberger betont auch die Qualitätssteigerung: „Wir schaffen mehr Plätze, aber auch mehr Fläche, damit die bestehenden Plätze mehr Qualität bekommen.“

Sanierungen beim Stadion

Auch das Stadion selbst wird umfassend saniert. Dabei geht es vor allem um Substanzerhaltung. Arbeiten sind unter anderem beim Dach, bei den Tribünenüberdachungen, bei der Elektrotechnik, bei Betonsanierungen und bei Sanitäranlagen vorgesehen. „Der Rest, den wir investieren, ist für die Substanz – um sie weiter sichern und erhalten zu können“, sagt Unterberger. Dass das Stadion dem Verein gehört, sei ein enormer Vorteil: „Das Stadion ist einfach unsere große Stütze. Das ist ein Riesenvorteil. Da müssen wir dementsprechend Geld in die Hand nehmen, damit es auch weiterhin in einem guten Zustand bleibt.“ 

Gästesektor wird größer

Ein Teil der Investitionen hängt auch mit den Anforderungen im Profifußball zusammen. So wird der Gästebereich erweitert, weil laut Bundesliga zehn Prozent des Stadionvolumens für Gästefans vorgesehen sein müssen. Aktuell ist dieser Bereich zu klein. Rund 200 Plätze sollen dazukommen. Neben dem abgegrenzten Gästebereich wird es einen Hybridbereich geben, in dem Wellenbrecher angebracht werden, die auch als Sitze genutzt werden. Werden die Plätze für Gästefans nicht benötigt, stehen sie Heimfans als normale Sitzplätze zur Verfügung.

Im Zuge des VIP-Umbaus wurde auch ein neues Brandschutzkonzept erstellt. Fluchtwege und Notausgänge wurden simuliert, um zusätzliche Kapazitäten zu ermöglichen. „Wir haben den gesamten Brandschutz des Stadions auf den neuesten Stand gebracht“, sagt Unterberger.

Akademie

In der Fußballakademie sind Verbesserungen an der bestehenden Infrastruktur, zusätzliche Rasenplätze sowie die Sanierung des Kunstrasens geplant. Einen massiven Rückstand sieht Unterberger zwar nicht, dennoch gebe es aufgrund der Größe der Akademie Bedarf. „Wir werden in die bestehende Infrastruktur der Akademie und in die Plätze ordentlich investieren.“ Vorerst hilft auch die Kooperation mit dem SV Hohenzell, um den Platzbedarf abzudecken. 

Stadiondorf

Im Stadiondorf wurde mit einem neu eingezogenen Boden bereits ein erster Schritt gesetzt. Details will Unterberger noch nicht nennen, ein Konzept gebe es aber. „Wir wollen es einfach attraktiver gestalten. Das ist uns ganz wichtig.“ Der Bereich sei budgetiert und fix eingeplant: „Da kommt hundertprozentig etwas.“

Zwischenlösung für Business-Club

Während der Umbauphase braucht die SV Ried eine Zwischenlösung für den VIP-Bereich. Bei den ersten Heimspielen wird der VIP-Klub in die Team 7-World ausgelagert. Vor und nach dem Spiel werden die Gäste dort betreut, während im Tribünenbereich eine Pausenverpflegung eingerichtet wird. „Da haben wir wirklich eine gute Lösung gefunden“, sagt Unterberger.


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