„Eiskalter“ Elfmeter bringt der SV Oberbank Ried den ersten Saisonsieg
RIED. Im vierten Saisonspiel gelang der SV Oberbank Ried mit dem 1:0 gegen den GAK der erste Sieg. Das Match wurde von beiden Teams sehr intensiv, teilweise verbissen geführt, worunter die spielerische Qualität noch mehr litt als unter den Wetterbedingungen.

Kurz vor dem Spiel zog ein Unwetter über die Stadt. Etwa zwanzig Minuten lang ergoss sich heftiger Starkregen auch über das Stadion, dessen Dach wegen der aktuellen Umbauarbeiten wohl nicht komplett dicht war: Plötzlich lief in der Gästekabine Wasser von der Decke. Danach blieb es aber weitestgehend trocken, auch der Rasen verkraftete die Wassermassen problemlos – so gut, dass manche nach dem Abpfiff meinten, der schnelle Platz sei das Beste an dem Spiel gewesen.
Eine etwas größere Rolle spielte der starke Westwind, der vor dem Anpfiff noch etliche Werbeutensilien über den Rasen gefegt hatte und die Feuerwehr dazu zwang, eine Werbebande an einem Flutlichtmasten zu fixieren: Hohe Bälle und Torwart-Abschläge von der Ostseite des Platzes wurden häufig vorzeitig abgebremst.
Beiden Mannschaften war anzumerken, dass sie verunsichert in das Spiel gingen. Die SVR hatte vor einer Woche eine klare 1:4-Abfuhr im Derby beim Lask kassiert und war nach drei Spielen noch ohne Sieg, der GAK wurde von Rapid 8:0 überrollt und entließ danach Trainer Ferdinand Feldhofer.
Im Gegensatz zum Stadiondach hielt die Rieder Abwehr – wieder mit Viererkette – dieses Mal dicht, was auch einigen Glanzparaden von Torwart Andi Leitner (vor allem bei einem Kopfball von Lichtenberger, 16., und einem scharfen Flachschuss von Oberleitner, 90.) zu verdanken war.
Sehenswerter Elfmeter
Den Siegtreffer erzielte Pape Sissoko mit einem, so sein Kollege Ante Bajic, „eiskalten“ und „staubig geschossenen“ Elfmeter in Minute 45+1: Auf ein paar Trippelschritte folgten ein eleganter Hüpfer und ein flacher Schuss fast in die Mitte des Tores – frech und riskant, aber erfolgreich. Für seinen provokanten Jubel vor den GAK-Fans holte er sich gleich darauf eine gelbe Karte ab.
In der ersten Halbzeit hatte die SV Ried Vorteile, nach dem Wechsel war das Match ausgeglichener mit einer Druckphase der Grazer in den Schlussminuten, die aber letztlich erfolglos blieb.
„Die Mannschaft hat sich für ihre guten Trainingsleistungen belohnt“
SVR-Trainer Mario Despotovic meinte nach seinem ersten Bundesliga-Sieg, dass die Mannschaft endlich für ihre guten Trainingsleistungen belohnt wurde. „Der Gegner hat es uns schwer gemacht. Wir wollten dominanter auftreten als zuletzt und im Ballbesitz können wir noch einiges besser machen. Die Mannschaft hat aber die Zweikämpfe und kritische Situationen gut angenommen und dieses Kampfspiel für uns entschieden.“ Wichtig sei, dass man zu Null gespielt habe.
„Nachvollziehbare Entscheidungen“
Von einer „sehr bitteren Niederlage“ sprach GAK-Interimstrainer Joachim Standfest: „Wir waren den Riedern ebenbürtig, in der zweiten Halbzeit sogar ein wenig besser. Wir hatten aber zu viele Ballverluste. Für die Umstände der letzten Tage war es eine anständige Leistung.“
„Wir haben durch zwei Entscheidungen das Spiel verloren“, sagte Standfest und meinte damit den nicht gegebenen GAK-Treffer und den Elfmeter für Ried. Er fügte aber hinzu, dass beide „nachvollziehbar“ seien. Allerdings habe es ihn schon „extrem gewundert“, dass der Schiedsrichter wegen einer Abseitsentscheidung, die eigentlich automatisiert erfolgen sollte, zum VAR-Bildschirm gerufen wurde.
Die nächsten Spiele
Bis zum nächsten Spiel haben die Rieder eine „lange Woche“. Gegner am Sonntag, 30. August, um 17 Uhr ist in der Steiermark der TSV Hartberg. Am Freitag, 4. September, um 19 Uhr folgt das ÖFB-Cupspiel der zweiten Runde beim Regionalligisten SPG Wallern / St. Marienkirchen. Das nächste Bundesliga-Heimspiel findet am Freitag, 11. September, um 19.30 Uhr gegen den FC Red Bull Salzburg statt.








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