Vorreiter bei der Waldverjüngung
MÖRSCHWANG. Grüne Landtags- und Nationalratspolitiker informierten sich darüber, wie ein Wald durch angepasste Jagd und Baumartenförderung „klimafit“ wird.

„Die Wälder in Oberösterreich stehen vielerorts vor der Herausforderung, sich besser an den Klimawandel anzupassen. Die beispiellose Vermehrung des Borkenkäfers in den letzten Jahren hat zu großen Schadflächen geführt. Mit hohen Fichtenanteilen im oberösterreichischen Wald wird man auf den meisten Standorten in Zukunft nicht mehr erfolgreich wirtschaften können“, betont die Grüne Forstwirtschaftssprecherin LAbg. Johanna Bors.
Jagd an Ökologischen Jagdverband übergeben
Dass es auch anders geht, zeigt der Ökologische Jagdverband OÖ in Mörschwang. Dort haben die örtlichen Waldeigentümer – zusammengefasst in der Jagdgenossenschaft – ein Experiment gewagt und die Jagd 2017 an Mitglieder des Ökologischen Jagdverbands übergeben.
Abschuss von Rehwild kurzfristig verdoppelt
Diese haben in der Folge den Abschuss von Rehwild kurzfristig verdoppelt – mit dem Ergebnis, dass die verbleibenden Rehe gesundheitlich fitter wurden und in der natürlichen Waldverjüngung vielfältige Baumarten anwachsen. Langfristig wird dadurch der Wald strukturreicher, was wiederum den Lebensraum für Wildtiere verbessert und auch wieder einen höheren Rehwildstand erlaubt. „So bringt erfolgreiche Naturverjüngung und Aufforstung Vorteile für den Artenschutz, die Forstwirtschaft und für die Jagd gleichermaßen“, freut sich die Grüne Naturschutzsprecherin LAbg. Maria Buchmayr.
300-Millionen-Euro-Forstpaket
„Das kürzlich vom Nationalrat verabschiedete 300-Millionen-Euro-Forstpaket ist notwendig, um die grüne Lunge Wald intakt zu halten. Es kann aber nur greifen, wenn die Waldbewirtschaftung mit der Jagdbewirtschaftung im Dialog steht“, betont der Nationalratsabgeordnete Clemens Stammler.


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