Lockdown bringt mehr Kurzarbeit
RIED. Ende Dezember waren im Bezirk Ried 2.102 Personen (801 Frauen, 1.301 Männer) arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 7,4 Prozent – vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 5,8 Prozent, im November bei 5,6 Prozent. In ganz Österreich liegt die Quote bei 11 Prozent.

Mehr als ein Drittel von ihnen (764 Personen) hat sich erst im Dezember arbeitslos gemeldet. Die Meldungen – laut AMS Ried-Geschäftsstellenleiter Klaus Jagereder sogar etwas weniger als in den letzten Jahren – kommen vor allem aus dem Bereich der Saisonarbeit, wie zum Beispiel der Baubranche. Viele Arbeitslose haben auch eine Einstellzusage.
Wieder mehr Kurzarbeit
„Der neuerliche Lockdown“, sagt Jagereder, „hat das Instrument der Kurzarbeit wieder enorm strapaziert. Verlängerungen und Neubeantragungen waren und sind an der Tagesordnung und nur durch die Inanspruchnahme dieser Möglichkeit konnten zahlreiche Dienstverhältnisse gesichert und Arbeitslosigkeit in vielen Bereichen vermieden werden. Und auch die Dauer der Arbeitslosigkeit steigt und steigt.“
Positiv sei, dass es zahlreiche Personen gebe, die gleich nach einem Jobverlust das nach wie vor sehr gute Stellenangebot nutzen und bei einem anderen Unternehmen einsteigen.
Kreative Lösungen gefragt
Zu den Gründen, die es manchen sehr schwer machen, wieder beruflich Fuß fassen zu können, zählen laut Jagereder vor allem fehlende Ausbildung und geringe Mobilität. „Hier bedarf es neben der Bereitschaft von Unternehmen, dem einen oder anderen Arbeitsversuch zuzustimmen, auch kreativer Lösungen beim Einsatz von Fördermitteln.“


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