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Diskussion mit Christian Wehrschütz über Ukraine-Krieg, Klimawandel und die österreichische Landwirtschaft

Walter Horn, 09.09.2023 09:15

RIED. Sehr gut besucht war der Empfang von Agrar- und Regionen-Landesrätin Michaela Langer-Weninger im Keine-Sorgen-Saal der Rieder Messe mit Gastredner Christian Wehrschütz. Thema war die Versorgungssicherheit im Hinblick auf den Ukraine-Krieg, die Pandemie und den Klimawandel.

Diskussion mit (v. l.) Landesrätin Michaela Langer-Weninger, Christian Wehrschütz, Moderatorin Theresa Breiteneder und Minister Norbert Totschnig (Foto: Tips / Horn)

Der ORF-Korrespondent begann mit dem Satz „Krieg ist nichts Theoretisches, und er spielt sich nicht nur an der Front ab“, den er mit einem Video einer Raketenexplosion auf einem ukrainischen Markt untermalte.

Er machte klar, dass die ukrainische Landwirtschaft auch Jahre nach einem möglichen Kriegsende noch mit den Folgen zu kämpfen haben wird: „Es wird einen Rattenschwanz von Problemen geben, und da rede ich noch gar nicht von Versöhnung.“ Der Krieg sei ein Abnützungskrieg geworden, der wohl nicht durch eine einzelne Entscheidungsschlacht, sondern politisch beendet wird.

Große Schäden

Eine Fläche so groß wie etwa 40 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Oberösterreich sei durch Minen und Artilleriegeschosse auf Jahre hinaus unbrauchbar. Dazu komme viel zerstörte Infrastruktur auch in den bombardierten Häfen des Landes – und es gebe noch „ein riesiges Eskalationspotenzial“, aber auch einen enormen Durchhaltewillen in der Bevölkerung.

Diskussion

In der anschließenden Diskussion wiesen Landwirtschafts-Minister Norbert Totschnig und Landesrätin Langer-Weninger auf die seit der Pandemie verstärkten Bestrebungen in der heimischen Landwirtschaft zur Verbesserung der Lebensmittelversorgung und zur Autarkie beim Strom hin.

Langer-Weninger meinte, dass man den „an sich richtigen“ EU-Green Deal überdenken müsse, weil er in einigen Fällen nur eine Verlagerung der Probleme in den Rest der Welt bringe.

Minister Totschnig nannte manche der Klimaschutz-Forderungen von NGOs an die Landwirtschaft „inakzeptabel“. „Wir müssen machbare Lösungen anbieten. Ich habe großes Vertrauen in die Forschung und die Landtechniker.“


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