15 Prozent mehr Jobsuchende als im Vorjahr
RIED. Ende August waren 1.192 Personen (610 Frauen, 582 Männer) im Bezirk Ried arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent - 0,3 Prozentpunkte mehr als im Juli, als 1.116 Personen arbeitslos waren.

Dazu kommen 348 Schulungsteilnehmer. In Oberösterreich beträgt die Arbeitslosenquote 4,8 Prozent (voriges Jahr: 4,1 Prozent), in Österreich 6,7 Prozent (Vorjahr: 6,1 Prozent).
Saisonbedingt – die Sommerferien sind fast vorbei und die Betriebsurlaube sind größtenteils abgeschlossen – wäre es Zeit, auch am Arbeitsmarkt wieder voll durchzustarten. Dazu sagt der Rieder AMS-Leiter Klaus Jagereder: „Leider gelingt das momentan nicht ganz so gut, wie wir das viele Jahre gewohnt waren: Fast 15 Prozent mehr Jobsuchende sind aktuell beim AMS Ried gemeldet als noch im Vorjahr.“
Von einem „Krisenszenario“ seien wir aber weit entfernt. Die aktuelle Arbeitslosenquote (4,1%) liegt weiterhin deutlich unter dem Landesschnitt. Die höchsten Werte weisen die Zentralräume (Steyr, Linz und Wels) und der Bezirk Braunau auf.
Für einen vorsichtigen Optimismus sprechen laut Jagereder auch die Stellenangebote: In Ried, Gmunden, Grieskirchen, Kirchdorf und Schärding sind mehr Jobs ausgeschrieben als arbeitslose Personen vorgemerkt. Weil aber oft Qualifikationen und Anforderungen nicht erfüllt werden können, bräuchte es entsprechende finanzielle Mittel um einen „Jobturbo“ starten zu können. Jagereder: „Aus- und Weiterbildungen nachzuholen, ist nach wie vor das beste Mittel um Arbeitslosigkeit zu beenden beziehungsweise zu verhindern.“
Gerade jetzt zahle es sich für Unternehmen aus, bei Personalbedarf eng mit dem AMS zusammenzuarbeiten, rät Jagereder: „Wir erleben täglich, welche Vermittlungen sich immer wieder realisieren lassen. Ein Arbeitsversuch oder eine individualisierte Ausbildung im Unternehmen lässt sich in den meisten Fällen auch mit geringerem Budget umsetzen.“


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