Experten und 1.110 Bürger haben ein Zukunftsprofil für Ried entwickelt
RIED. Wie die Zukunft in und für die Stadt Ried in den nächsten zehn bis 15 Jahren aussehen soll, darüber haben sich Experten und rund 1.100 Bürger im Rahmen des Agenda Beteiligungsprozess zukunftRIED zwei Jahre lang viele Gedanken gemacht. Nun wurde das Zukunftsprofil präsentiert. Die Bürger der Stadt Ried können sich bei einer Ausstellungseröffnung im Stadtentwicklungsforum einen Überblick verschaffen.

Rund 1.100 Bürger haben sich zwei Jahre intensiv mit der Zukunft der Stadt Ried auseinandergesetzt. Im Stadtentwicklungsforum wurde das im Gemeinderat mehrheitlich beschlossene Zukunftsprofil vorgestellt. Das Zukunftsprofil soll als Leitfaden für die nächsten zehn bis 15 Jahre dienen. Es besteht aus acht Leitthemen und 23 Leitzielen. Ab Mitte Oktober werden Fokuswochen mit speziellen Veranstaltungen zu den Leitthemen des Zukunftsprofils stattfinden. Das Programm ist auf der Homepage www.zukunft-ried.at nachzulesen. Am 25. Oktober wird es beispielsweise einen Klimakommunikationsvortrag in der Giesserei geben und am 21. November von der Projektinitiative „Grün die Stadt“ den „Cooling the City“ Vortrag im Bezug auf Klima und Leerstand.
Präsentation und Ausstellungseröffnung
Um den Bürgern zu zeigen, was in den zwei Jahren Agenda Beteiligungsprozess zukunftRied entstanden ist, wird das Ergebnis am Donnerstag, 19. September, um 18.15 Uhr im Stadtentwicklungsforum in der Wohlmayrgasse 4 präsentiert und anschließend die Ausstellung „zukunft Ried - Rieds Zukunft“ eröffnet. Bürgermeister Bernhard Zwielehner wird für die Bürger grillen, Lukas Oberwagner sponsert die Getränke. „Ich möchte mich mit dieser Geste bei allen Bürgern bedanken. Wir haben einen guten Plan und können mit diesen Leitzielen und einem neuen Mindset unsere Zukunft gestalten“, sagt Zwielehner. Die Kosten für den Agendaprozess belaufen sich auf zirka 300.000 Euro. „Wenn man bedenkt, dass dies eine Investition für die nächsten zehn bis 15 Jahre ist, ist dies eine sinnvolle Investition und die Kosten sind damit absolut marginal.“
Kommunikation und soziales Miteinander
In einer Stadt mit 12.500 Einwohnern und 25 Prozent Migrationshintergrund-Anteil ist das Kennenlernen und die Inklusion sehr wichtig. „Die Leute sollen ihre Nachbarn kennenlernen. Wenn das Engagement ein Straßenfest zu organisieren da ist, dann wollen wir das als Stadt sehr gerne unterstützen“, betont der Stadtchef. Zwei Straßenfeste hat er bereits mit einem Fass Bier und nichtalkoholischen Getränken unterstützt. „Ein Anruf bei mir genügt, denn so ein Straßenfest ist völkerverbindend.“ „Für nächstes Jahr plant der Sozialausschuss dafür ein eigenes kleines Budget und ein Equipment“, weiß Projektleiterin Magdalena Schneiderbauer.
Umwelt und Nachhaltigkeit
Ein weiterer wichtiger Aspekt war der Umwelt- und Klimagedanke. „Wo sind die Hitzepole im innerstädtischen Bereich. Wo können Flächen entsiegelt werden. In künftigen Flächenwidmungs- und Bebauungsplänen wird es keine Parkplätze ohne Bäume geben. Ziel ist es innerstädtisch die Lebensqualität zu verbessern“, sagt Lukas Oberwagner. Es wird versucht alle zehn Stadtteile in die künftigen Bebauungspläne einzubeziehen. Seit 2022 gehört Ried zum oberösterreichischen aganda.zukunft-Netzwerk, das bereits 179 von derzeit 438 Gemeinden umfasst.
Info und Öffnungszeiten
Öffnungszeiten im Stadtentwicklungsforum (Wohlmayrgasse 4): Montag und Mittwoch von von 14 bis 18 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 10 bis 13 Uhr, sowie nach Vereinbarung unter 0676/83603 920.


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