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Rieder Bataillon nahm Panzer-Verladestation in der Kaserne in Betrieb

Walter Horn, 01.04.2026 17:52

RIED. Lang erwartete Premiere in der Zehner-Kaserne in Ried: Die neue Anlage zur Panzerverladung wurde am 27. März erstmals in Betrieb genommen.

  1 / 3   Auf der neuen Anlage kann kann eine ganze Panzergrenadierkompanie auf einen Schlag verladen werden. (Foto: Schrattenecker)

Diese Neuerung bedeutet eine wesentliche Verbesserung für das in Ried heimische Panzergrenadierbataillon 13. Wenn bisher Teile des Bataillons, wie Panzer und andere Fahrzeuge, etwa zum Truppenübungsplatz Allentsteig verlegt wurden, musste der aufwändige Weg durch die Innenstadt zum Rieder Bahnhof gewählt werden.

Dieser Umweg kostete nicht nur mehr Zeit für Transport und notwendige Vorbereitungen, zusätzlich musste auch polizeiliche Assistenz in Anspruch genommen werden, um die Sicherheit des zivilen Straßenverkehrs zu gewährleisten.

„Diese umständliche Form der Verlegung gehört nun der Vergangenheit an“, sagt Abg. z. NR Manfred Hofinger, der Mitglied des parlamentarischen Landesverteidigungsausschusses ist und gemeinsam mit Bürgermeister Bernhard Zwielehner die Premiere beobachtete. 

In einer halben Stunde fertig

Mit den neu verlegten Gleisen und der Verladeramperampe können die Schützenpanzer des Bataillons nun direkt im Kasernengeände auf die bereitgestellten Transportwaggons auffahren,. Das macht die Verladung einfacher, genauer und vor allem schneller.

Beim ersten Durchlauf am 27. März wurden so acht Panzer in weniger als 30 Minuten für den Abtransport fertig verladen – wesentlich schneller als früher.

Die Verladestation ist zweigleisig ausgebaut. So kann eine ganze Panzergrenadierkompanie, bestehend aus 14 Schützenpanzern „Ulan“, sowie dem Versorgungsanteil, zu dem unter anderem ein Bergepanzer zählt, auf einen Schlag verladen werden. „Die neue Verladung bedeutet eine massive Aufwertung des Kasernenstandortes“, zitiert Hofinger einen Offizier des Bataillons.

Umfassende Renovierung bis 2032

Die Panzerverladung ist jedoch nur eine Etappe der umfassenden Sanierungsarbeiten am Kasernenstandort. Zur Verladerampe kommt künftig ein noch zu errichtendes Schwerlastsystem im Zuge des gänzlich neuen Garagierungskonzepts hinzu. Bis 2032 wird der gesamte Kasernenstandort umfassend renoviert werden. Der nächste anzugehende Abschnitt werden die Mannschaftsunterkünfte sein. Auch sie werden eine umfassende Erneuerung erfahren. In Summe werden über 80 Millionen Euro in die Zehner-Kaserne investiert. Hofinger: „Diese Investitionen sichern unseren Kasernenstandort langfristig ab und garantieren die Schlagkraft unseres Innviertler Haus-Bataillons.“


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