Dürre, Kinderbetreuung und Messe: 7,5 Millionen Euro für Gemeinden im Bezirk Ried
BEZIRK RIED. Bei ihrer Bezirkstour in Ried rückte Gemeinde-Landesrätin Michaela Langer-Weninger gemeinsam mit Nationalrat Manfred Hofinger und Bezirksparteiobmann Günther Lengauer aktuelle Herausforderungen und Zukunftsprojekte in den Mittelpunkt.

Allein aus dem Gemeinderessort des Landes flossen 2025 rund 3,3 Millionen Euro für konkrete Projekte in den Bezirk Ried. Für 2026 sind bereits rund 4,52 Millionen Euro an Auszahlungen beziehungsweise Förderungen vorgesehen. Davon entfallen 2,44 Millionen Euro auf Infrastruktur und Sicherheit, 1,28 Millionen Euro auf Bildung und Kinderbetreuung sowie 810.000 Euro auf Kultur und Gesellschaft.
Dazu kommt das Gemeindepaket Oberösterreich 2026 mit einem Volumen von insgesamt 60 Millionen Euro. Rund drei Millionen Euro davon sollen in den Bezirk Ried fließen. Unterstützt werden damit unter anderem Amtsgebäude, Feuerwehren, Bauhöfe und Fahrzeuge, Hochwasserschutz, Schulen sowie Kinderbetreuung. Auch Bäder, Mehrzweckhallen, Sport-, Kultur- und Gesellschaftsprojekte können profitieren.
„Starke Gemeinden sind die Basis für Lebensqualität“, betont Langer-Weninger. Investitionen müssten dort ankommen, wo sie für die Menschen unmittelbar spürbar seien.
Mehr Platz für die Kleinsten
Einen Schwerpunkt bilden dabei Krabbelstuben und Kindergärten. Der Bedarf an Betreuungsplätzen steigt auch im ländlichen Raum, gleichzeitig sind zeitgemäße Angebote ein wichtiger Standortfaktor für Familien und Betriebe. Investitionen in Kinderbetreuung und Bildung sollen daher nicht isoliert betrachtet werden, sondern als Teil der Weiterentwicklung der Gemeinden.
Das Land unterstützt entsprechende Projekte im Bezirk über die Gemeindemittel und das zusätzliche Gemeindepaket. Für Langer-Weninger gehören Kinderbetreuung, Bildung und funktionierende Infrastruktur zu den zentralen Voraussetzungen dafür, dass Familien gerne in der Region leben und Betriebe gute Rahmenbedingungen für ihre Mitarbeiter vorfinden.
Bezirksparteiobmann Günther Lengauer sieht Investitionen in Schulen und Kinderbetreuung ebenfalls als wesentlichen Baustein für die Zukunft des Bezirks. Gemeinden seien jene Ebene, auf der politische Entscheidungen im Alltag unmittelbar sichtbar würden.
Dürre verschärft Lage auf den Höfen
Während in den Gemeinden investiert wird, bereitet die Situation in der Landwirtschaft Sorgen. Die aktuelle Dürreperiode trifft laut Nationalrat Manfred Hofinger auf ein ohnehin schwieriges Marktumfeld. Viele landwirtschaftliche Betriebe kämpfen mit angespannten Preisen, gleichzeitig verschärfen fehlende Niederschläge die wirtschaftliche Situation.
Für bäuerliche Familienbetriebe ist das besonders problematisch, weil sie anders als andere Unternehmen ihren Produktionsstandort nicht einfach wechseln könnten. Hofinger fordert deshalb rasche und möglichst unbürokratische Unterstützung durch den Bund, um die Liquidität der Betriebe zu sichern.
Die heurigen Dürrebedingten Ernteausfälle bereiten den Bauern großes Kopfzerbrechen. „Viele Landwirte wissen nicht, wie sie die Tiere über den Winter bringen sollen“, so Langer-Weniger. Die Schäden betragen österreichweit rund eine Milliarde Euro. 400 Millionen davon deckt die Hagelversicherung ab, rund 150 Millionen fließen nach Oberösterreich. „Wir haben Gott sei Dank eine gute Durchversicherung. Im Ackerbereich sind 80 Prozent versichert, im Grünland 60 Prozent“, so Langer-Weninger. Um die Landwirte zusätzlich zu unterstützen, fordert die ÖVP die Aussetzung der Zahlungen an die Sozialversicherung für ein Quartal.
5,25 Millionen Euro für die Messe Ried
Ein über die einzelnen Gemeinden hinausreichendes Großprojekt ist die geplante Modernisierung der Messe Ried. Gemeinsam mit der Stadtgemeinde und der Messe Ried will das Land Oberösterreich rund 5,25 Millionen Euro in das Messegelände investieren.
Im Mittelpunkt steht der Bereich rund um Halle 12. Diese wird im November diesen Jahres abgerissen und durch ein modernes Foyer mit rund 350 Quadratmetern Nutzfläche ersetzt. Gleichzeitig sollen Vorplatz und Außenanlagen neugestaltet werden. Die Halle 19 wird auf bis zu 1.100 Quadratmeter erweitert und um ein zusätzliches Foyer mit rund 450 Quadratmetern ergänzt. Die Modernisierung erfolgt auch mit Blick auf das Jahr 2027. Dann feiert die Rieder Messe ihr 160-jähriges Bestehen.








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