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BEZIRK ROHRBACH/EUROPA. Fix rechnen konnten die etwa 1200 Milchbauern im Bezirk mit den vorher festgelegten Abgabemengen. Mit 31. März fällt diese Quote weg und es herrscht der freie Markt.

Die etwa 1200 Milchbauern im Bezirk erzeugen rund 1,04 Millionen Kilo Mich. (c) vowe
Die etwa 1200 Milchbauern im Bezirk erzeugen rund 1,04 Millionen Kilo Mich. (c) vowe
Wird es zu einem Preisverfall kommen? Die Preise haben sich stabilisiert, liegt in etwa bei 35 Cent pro Liter und der Trend geht leicht nach oben, analysiert Georg Ecker, Obmann der Landwirtschaftskammer Rohrbach die mittelfristige Lage. Anders sieht das UBV-Chef Karl Keplinger aus Ahorn. Er glaubt, dass die Preise fallen.   Welche Vorteile hat der Wegfall der Quote? Etwa 40 Millionen Strafe mussten die Landwirte in Österreich wegen „Überlieferung“ der Quote zahlen – ein Spitzenwert in der EU. Das fällt – neben vielen weiteren bürokratischen Hürden – weg. Der Weg für Bauern hin zu Molkereibetrieben aus dem Ausland wird ebenfalls leichter.     Mit welchen Nachteilen müssen die Landwirte auch in der Region umzugehen lernen? UBV-Chef Karl Keplinger glaubt, dass durch den Wegfall der Quote die Milchliefermengen steigen und kleinere Landwirte, die nicht so viel produzieren können, unter die Räder kommen. Um das so gut es geht zu verhindern, fordert EU-Abgeordnete Elisabeth Köstinger (VP) Unterstützungsmaßnahmen für betroffene Landwirte. Georg Ecker nimmt auch die Molkereien in der Pflicht: „Wer gute Qualität erzeugt, erhält auch hohe Preise.“ Derzeit werden 88 Prozent der heimischen Milch in entlegeneren Regionen produziert. Im Bezirk Rohrbach sind das rund 1,04 Millionen Kilo im Jahr. Laut aktuellen Zahlen der Agrarstrukturerhebung gibt es bei uns 65.232 Kühe.   Was passiert mit der Überproduktion? Mit rund 10 bis 20 Prozent mehr Milch am Markt rechnet Johann Furtmüller, Chef der Biomolkerei Lembach, nach dem Fall der Quote. „Die Milch irgendwie unterzubringen ist nicht einfach, da der Bedarf bei uns nicht mehr wird“, sagt er. Eine Entschärfung würden neue Märkte (Russland, Asien) bringen. An eine „Milchschwemme“ glaubt Bezirksbauernobmann Ecker nicht. „Die Zahl der Kühe steigt nicht gleich  nach dem Fall der Quote, außerdem regelt sich die Produktion nach Preis.“  

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