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Feuerwehr: Team hilft bei der Verarbeitung von belastenden Einsätzen

Leserartikel Christian Hartl, 18.04.2016 13:35

BEZIRK ROHRBACH. Neu gegründet wurde das SVE-Bezirksteam, das Kameraden bei der psychischen Verarbeitung belastender Einsätze zur Seite steht. Das Kürzel SVE steht für Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen.

(c) Hartl
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Ein schwerer Unfall mit einem tödlich Verunglückten den viele im Einsatz stehende Kameraden kennen, eine Katastrophe mit toten Kindern oder Einsätze, die ein starkes Gefühl der Hilflosigkeit auslösen. Immer wieder müssen sich Feuerwehrleute auf dramatische Einsätze einstellen. Diese zu verarbeiten ist für die freiwilligen Helfer oft schwierig. Welche Hilfe gibt es für die Helfer? Um diese Frage zu beantworten, wurde das SVE-Team gegründet, welches sich bei der Bezirkstagung vorstellte.

Keine Scheu vor Alarmierung

Unter der Führung von Feuerwehrarzt Ingmar Aigner (FF Niederwaldkirchen) und seinem Stellvertreter Siegfried Kepplinger (FF St. Martin) sind sie perfekte Ansprechpartner, wenn es um die Verarbeitung von belastenden Einsätzen geht. Alarmiert wird das SVE-Team durch den Einsatzleiter oder die Landeswarzentrale. „Niemand muss sich scheuen, uns zu verständigen“, verrät Aigner, der mit seinem achtköpfigen Team nicht nur bei Akutfällen bereitsteht. Auch die Sensibilisierung und die Nachbetreuung sind wichtig, denn: „Es muss uns bewusst sein, dass intensive körperliche oder gefühlmäßige Reaktionen nach einem außergewöhnlichen Einsatz völlig natürlich sind“, erklärt der Feuerwehrarzt weiter. Aufgebaut ist das Team auf Peers –das sind speziell ausgebildete Einsatzkräfte, die andere Kameraden unterstützen. Unterstützung kommt von der Krisenhilfe OÖ.

Täglich 8,3 mal im Einsatz

Auch sonst gab es bei der Bezirkstagung, die unter dem Motto „Erkenntnis. Erfahrung. Innovation“ stand viel zu berichten. So waren 14.129 Kameraden 3053 mal im Einsatz. Davon meisterten sie 171 Brandeinsätze. Elf Personen wurden aus Kraftfahrzeugen gerettet, 55 Menschen mussten aus Notlagen befreit werden und drei Personen wurden tot geborgen. Im Schnitt waren die Feuerwehren im Bezirk pro Tag 8,3 mal im Einsatz. Derzeit sind 4740 Personen bei den Feuerwehren im Aktivstand, 680 bei der Feuerwehrjugend und 966 Reservisten. Die Dankesurkunde des Landesfeuerwehrverbandes gab es für Hermann Wallner, die Bezirksmedaille in Gold erhielt Erwin Altenhofer, das Bundesfeuerwehrverbands-Verdienstzeichen dritter Stufe Helmut Ratzesberger und jenes in zweiter Stufe gab es für Josef Öller und Bezirksfeuerwehrkommandanten Sepp Bröderbauer.


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