Blick hinter die Kulissen im LKH Rohrbach: Wo OP-Instrumente wieder sauber und steril werden
ROHRBACH-BERG. Präzision, Genauigkeit und Gewissenhaftigkeit sind oberstes Gebot in der Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP) im Rohrbacher Krankenhaus. Genau dort konnten sich vor wenigen Tagen interessierte LKH-Mitarbeiter umschauen und entdecken, wie benutzte OP-Instrumente wieder vollständig sauber, dekontaminiert und steril werden.

15 Abteilungen und vier Operationssäle des LKH Rohrbach werden von der Aufbereitungseinheit versorgt. Jährlich liefern die AEMP-Mitarbeiter für 3700 Operationen auf 10.000 sterilisierten Tassen rund 400.000 desinfizierte und sterilisierte einzelne Medizinprodukte.
Geschirrspüler mit viel Power
Kommen die Instrumente nach einer Operation in die Aufbereitungseinheit, werden sie im „unreinen“ Teil zuerst vorsichtig vorgereinigt. Dann geht es weiter in einen der drei Instrumentenspüler. „Diese Geräte funktionieren ähnlich wie ein Küchengeschirrspüler, allerdings mit viel mehr Technik und Power, um die OP-Instrumente mit Hitze, Chemie und Mechanik bei 92 Grad zu reinigen“, beschreibt Franz Ganser, Pflegeleiter des OP und der AEMP im LKH Rohrbach. Etwa 4000 Maschinenladungen pro Jahr werden in diesen Instrumentenspülern gereinigt.
Fünf Minuten unter Dampf
Im „Herz“ der sogenannten Sterilisation, im Packraum, werden die gewaschenen Utensilien kontrolliert, ob sie sauber und funktionstüchtig sind, und verpackt. Die Warenkörbe mit Klemmen, Nadelhalter, Pinzetten, Scheren, Haken und weiteren OP-Instrumenten wandern schließlich in die Dampfsterilisatoren. Dort werden sie bei 134 Grad für fünf Minuten mit Dampf und Vakuum steril gemacht.
Laufende Kontrollen
Die Sterilisatoren werden täglich einem Testbetrieb unterzogen. „Über den gesamten Ablauf kann verfolgt werden, wer was verpackt und kontrolliert hat. Diese Daten müssen wir zehn Jahre speichern“, erklärt der diplomierte Gesundheitskrankenpfleger Ewald Höfler.
Die AEMP des LKH Rohrbach ist validiert und unterzieht sich somit einer jährlichen Kontrolle durch das Hygieneinstitut der Kepleruniversität in Linz.


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