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ROHRBACH-BERG. Als einzige Bezirkshauptmannschaft in Oberösterreich zeigt jene in Rohrbach in einer eigenen Broschüre auf, was das ganze Jahr über in der regionalen Verwaltungsbehörde geleistet wird.

99 Mitarbeiter sind in der Rohrbacher Bezirkshauptmannschaft beschäftigt und bewältigen ein vielfältiges Leistungsspektrum. Foto: Gahleitner

40.000 Kundenkontakte erfolgen jedes Jahr in der Rohrbacher Bezirkshauptmannschaft, dazu kommen 42.000 E-Mails und 78.200 Poststücke sowie jede Menge Leistungen ohne Kundenkontakt. Einen großen Brocken machen hier die Verkehrsstrafdelikte aus: 228.565 Anonymverfügungen, Strafverfügungen und Straferkenntnisse wurden im Vorjahr bearbeitet. „Wir haben seit September 2017 stufenweise die Verkehrsdelikte von ausländischen Fahrern von anderen Bezirkshauptmannschaften übernommen. CBE (Cross Boarder Exchange), also der grenzüberschreitende Austausch der Zulassungsdaten, erfolgt über unsere Behörde“, erklärt Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner, warum diese Zahl sich vervielfacht hat. Zum Vergleich: 2016 waren es gerade mal 6.000 Verkehrsdelikte.

Standort abgesichert

„Auf dieses Projekt sind wir sehr stolz, denn es schafft Arbeitsplätze und sichert den Standort der Bezirkshauptmannschaft ab. Es ist eine sinnvolle Weiterentwicklung der Verwaltungsbehörde“, ist Mitterlehner überzeugt. Die Konzentration dieser Leistung auf einen Standort lohnt sich: Seit die Verfahren in Rohrbach-Berg abgewickelt werden, ist die Einzahlungsquote um 9,8 Prozent gestiegen, die eingenommenen Beträge um knapp 30 Prozent – das sind fast 1,9 Millionen Euro.

Konstante Leistungen

Einige weitere Kennzahlen aus der BH Rohrbach: 7.165 Reisedokumente und 3.825 Führerscheine wurden ausgestellt, 206 Führerscheine entzogen, 32 Waffendokumente ausgestellt, 214 Heimaufnahmen sind erfolgt, 4.782 amtsärztliche Impfungen wurden geleistet, 377 Gewerbeanmeldungen und 175 wasserrechtliche Verfahren wurden durchgeführt. Diese Zahlen sind alle relativ konstant. Anders schaut es bei den Suchtmittel-Anzeigen aus: Hier gab es im Vorjahr 281, diese Anzeigen haben sich im Vergleich zu 2017 mehr als verdoppelt. „Wir merken, dass die gute Ausbildung unserer Polizisten greift“, sagt dazu die Bezirkshauptfrau. Einen Rekord gab es auch bei der Seuchenprophylaxe beim Nutzvieh: Wegen der aufgetretenen Rinderseuche Brucellose wurden im Vorjahr knapp 2.000 Blutproben untersucht.


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