HÄND-Ärzte sichern Basisversorgung außerhalb der Ordinationszeiten
BEZIRK ROHRBACH. Knapp fünf Jahre ist es her, seit der Hausärztliche Notdienst (HÄND) als Ersatz für den früheren Sprengeldienst im Bezirk Rohrbach eingeführt wurde. Die Bilanz zeigt ein positives Bild für Patienten und Ärzte gleichermaßen.

Starke Halsschmerzen am Wochenende, Atembeschwerden zu nächtlicher Stunde oder eine Grippe im Anmarsch: Bei allen Fällen, bei denen man wochentags den Hausarzt aufsuchen würde, wählt man an Wochenenden, Feiertagen und in den Nachtstunden den Ärztenotruf 141.
Vermittlung über Rotkreuz-Bezirksleitstelle
Der zuständige Disponent in der Rettungsleitstelle vermittelt weiter zum diensthabenden Arzt, der dann telefonisch mit dem Patienten abklärt, ob eine Visite notwendig ist. Bei Bedarf – etwa bei der Hälfte der Fälle – kommt der praktische Arzt mit dem HÄND-Dienstfahrzeug zum Patienten. „Der HÄND ist die erste Anlaufstelle außerhalb der Ordinationszeiten“, fasst Bezirksärztevertreter Werner Stütz zusammen. Und ergänzt: „Da muss man nicht wegen jeder Bagatelle ins Krankenhaus.“
Seit dem Start wurden rund 11.000 Visiten im Bezirk durchgeführt. Neben diesem mobilen Hausarzt sind an Wochenenden und Feiertagen auch immer zwei praktische Ordinationen geöffnet (jeweils von 10 bis 12 und 16 bis 18 Uhr).
Weniger Dienste für Ärzte
Für die praktischen Ärzte ist dieses System auf jeden Fall eine wesentliche Erleichterung, betont HÄND-Beauftragte Pia Stütz: „Die Dienstfrequenz ist seit der Einführung deutlich gesunken und auch der Fahrer ist eine Hilfe“, spricht sie für die knapp 40 Ärzte.
Einsatzlenker gesucht
Das Rote Kreuz, das Kooperationspartner des HÄND ist, sucht übrigens Einsatzlenker für den Fahrdienst. Diese ist eine gute Möglichkeit zur freiwilligen Mitarbeit für jene, denen die Rettungssanitäterausbildung zu umfangreich ist. Voraussetzung für den Fahrdienst ist ein 16 Stunden-Erste Hilfe-Kurs, Führerschein B und eine Lenkerausbildung beim Roten Kreuz. Schnupperdienste können mit Martin Hofer, Dienstführender HÄND, vereinbart werden (Tel. 07289/6444).
Über den Ärztenotruf 141 ist der HÄND-Stützpunkt beim Roten Kreuz erreichbar. Dort wird Kontakt zum diensthabenden Arzt vermittelt und man erfährt, welche Ordinationen Bereitschaftsdienst haben.
Die mobile Mannschaft des HÄND, bestehend aus Arzt und Einsatzlenker, ist jede Nacht von 19 bis 7 Uhr sowie an Samstag, Sonn- und Feiertagen zusätzlich von 7 bis 19 Uhr im Dienst. Daneben sind von Montag bis Freitag von 14 bis 19 Uhr vier Ordinationen im Bereitschaftsdienst geöffnet; Samstag, Sonn- und Feiertag zwei Ordinationen von 10 bis 12 sowie 16 bis 18 Uhr.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden