Drogenlenker haben im Bezirk Rohrbach kein leichtes Spiel
BEZIRK ROHRBACH. Von den knapp 900 Fällen mit Drogen am Steuer, die im Vorjahr in Oberösterreich erfasst wurden, wurde etwa jeder achte Lenker im Bezirk Rohrbach aus dem Verkehr gezogen.

Mit rund 12 Prozent gehört der Bezirk Rohrbach zu den Spitzenreitern bei den erwischten Drogenlenker. Nur in Linz-Land (20 Prozent) waren es noch mehr; ein Drittel aller Fälle wurde in den Städten Linz, Wels und Steyr erfasst.Fest steht, dass die Zahl der Drogenlenker seit Jahren steigend ist – im Vergleich zu 2015 haben sich die Zahlen in Österreich mehr als vervierfacht – und die Polizei gerade im Bezirk Rohrbach auf der stark frequentierten Rohrbacher Bundesstraße viel zu tun hat.
Verbesserte Kontrollmöglichkeiten
Gleichzeitig werden aber auch die Kontrollmöglichkeiten laufend verbessert. Wie Bezirkspolizeikommandant Martin Petermüller angekündigt hat, wurde der Bezirk jetzt mit einem Drogenvortestgerät ausgerüstet. Dieses analysiert chemische Drogenhauptgruppen, wie Opiate, Kokain, Methamphetamine oder Amphetamine. Ist der Speicheltest positiv, hat ein Amtsarzt die Beeinträchtigung festzustellen. Spezielle Schulungen sorgen dafür, dass Beamte mit dem Gerät auch richtig umgehen können.“Der Einsatz der Geräte ist eine wichtige Maßnahme zur Stärkung der Verkehrssicherheit“, ist Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner überzeugt.
Oberösterreich gilt beim Kampf gegen Drogen im Straßenverkehr als Vorreiter. Neben dem vom Bund zur Verfügung gestellten Gerät wurden über die Jahre weitere Drogenvortestgeräte angekauft. Oberösterreich besitzt mittlerweile zwölf Geräte, die Anzahl soll noch auf 16 Stück aufgestockt werden, damit für jeden Bezirk ein Gerät zu Verfügung steht.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden