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Kurzsichtigkeit am Vormarsch: Sehfehler gehört von klein auf in Grenzen halten

Martina Gahleitner, 29.07.2018 09:04

ROHRBACH-BERG. Kurzsichtigkeit ist ein weit verbreiteteter Sehfehler, der in unserem digitalen Zeitalter weltweit am Vormarsch ist. Noch dazu sinkt das Durchschnittsalter, in dem dieser beginnt. Je früher die Kurzsichtigkeit also entdeckt und behandelt wird, umso besser. Deshalb unterstützen auch die Krankenkassen die Myopie-Kontrolle.

Kurzsichtigkeit ist im digitalen Zeitalter weltweit am Vormarsch. Foto: Lapina/Shutterstock.com
Kurzsichtigkeit ist im digitalen Zeitalter weltweit am Vormarsch. Foto: Lapina/Shutterstock.com

„Wenn innerhalb eines Jahres die Fehlsichtigkeit um ein Dioptrien zunimmt, dann übernehmen die Krankenkassen einen Teil der Kosten für Brillen oder Kontaktlinsen“, informiert Optikermeister Gerald Laher aus Rohrbach-Berg. Er beschäftigt sich schon lange mit Myopie (Kurzsichtigkeit)-Management und kennt die modernsten Möglichkeiten, um vor allem junge Augen zu schützen.

Nicht nur Sehstärke korrigieren

Wichtig sei, aktiv etwas zu unternehmen, nicht nur die Sehstärke zu korrigieren. „Tages- oder Nachtlinsen, formstabile oder weiche Linsen oder auch Gleitsichtbrillen bremsen die Entwicklung des Sehfehlers. Da muss man sich individuell anschauen, welche Option die beste ist“, sagt Laher, der als einer von nur drei Optikern in Österreich die MySight-Linse zur Myopie-Kontrolle anbieten darf.

Jedes Dioptrien macht einen Unterschied

Laher ergänzt: „Es macht schon einen Unterschied, ob man etwa mit 21 Jahren zwei Dioptrien oder acht hat. Und man kann auch Folgen, die im Alter mit der Kurzsichtigkeit daherkommen, einbremsen.“ Kurzsichtige Menschen haben etwa ein erhöhtes Risiko, an Glaukom oder Netzhautablösungen zu leiden.

Auf Symptome achten

Der Optiker rät Eltern, auf Symptome zu achten (übermäßiges Blinzeln oder Augen zusammenkneifen, Kopfschmerzen, häufiges Reiben der Augen, Bücher werden nahe ans Gesicht gehalten, das Kind sitzt nahe vor dem Fernseher oder Computer) und bei Bedarf fachmännischen Rat einzuholen. Neben genetischen Einflüssen wirkt sich auch das Verhalten auf die Sehleistung aus: Viel Naharbeit, wie langes Lesen oder Spielen auf digitalen Geräten, ist ebenso schlecht für die Augen, wie zuwenig Aktivität im Freien.


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