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OÖ. Die Serie von Ausfällen im weiblichen Skiteam aufgrund von Knieverletzungen zeigt ein Problem auf, das nicht nur Spitzenathletinnen betrifft: Offenbar sind Frauen anfälliger für Knieverletzungen als Männer. Die Gründe dafür sind unterschiedlich.

Foto: Pressmaster/shutterstock.com
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Generell gilt: Erhöhte Vorsicht und Prävention können Verletzungen vorbeugen. Eine Ursache für die generelle Zunahme von Verletzungen dieses komplexen Gelenks ist die moderne Skitechnologie. Die Skibindungen vermeiden zwar Knochenbrüche, dafür sind Knieverletzungen häufiger geworden und machen mittlerweile ein Drittel der Beinverletzungen aus. Frauen haben im Durchschnitt eine geringere Muskelkraft als Männer und weisen deshalb grundsätzlich weniger muskulären Schutz des Knies auf.

Frauen stürzen anders

Zwar stürzen Frauen im Vergleich zu den Männern weniger häufig, verletzen sich jedoch doppelt so oft am Knie. „Das liegt daran, dass Frauen anders stürzen. Sie fallen eher nach hinten, dabei entsteht eine große Hebelwirkung, mit der die Gefahr für Bänderverletzungen am Knie steigt. Zudem fallen Frauen eher in ein sogenanntes X-Bein, während Männer häufiger nach vorne fallen und dabei ihre Knie verdrehen“, erklärt Gunther Mittermayr, leitender Physiotherapeut am Landes-Krankenhaus Rohrbach. Die Folge sind vermehrte Bänderverletzungen im Knie bei Frauen. Kniebeugen als Kräftigung und Kippbretter als Gleichgewichtsschulung sind auch hiereinfache und besonders effektive Methoden, die muskuläre Kniestabilität vorbeugend zutrainieren.

Kreuzbandverletzungen sind sehr zeitintensiv

„Kreuzbänder sind der wichtigste Stabilisator des Kniegelenks, sie verbinden den Oberschenkel mit dem Schienbein. Verletzungen des vorderen Kreuzbandes sind besonders häufig und entstehen bei Drehbewegungen des Beines bei feststehendem Unterschenkel, die besonders oft beim Skifahren auftreten“, beschreibt  Wilhelm Winkler, Leiter der Abteilung für Unfallchirurgie am LKH Rohrbach. Neben akuten Schmerzen und einem möglichen Zerreißgefühl im Knie, kommt es infolge der Blutung zu einem raschen Anschwellen des Gelenks. „Es gibt zwei Behandlungsmöglichkeiten bei einem gerissenen Kreuzband: Eine Operation oder die konservative Therapie.

Prävention und Umsicht helfen

Mit der Kräftigung der Muskulatur und einem gezielten Gleichgewichtstraining, kann ein Unfall zwar nicht ausgeschlossen, das Risiko einer Verletzung jedoch erheblich gesenkt werden. Eine sichere Ausrüstung sowie eine gesunde Selbsteinschätzung sind zudem weitere Faktoren, die das Risiko von Verletzungen verringern.

„Richtig ausgerüstet, gut vorbereitet und vor dem Pistenvergnügen ausreichend aufgewärmt, sollte einem muskelkater- und unfallfreien Skivergnügen nichts mehr im Weg stehen“, sagt Gunther Mittermayr. Schließlich sollte besonderes Augenmerk auf die berühmte „letzte Abfahrt“ gelegt werden. Die aufkommende Müdigkeit kann zu fehlender Konzentration führen, die gefährliche Situationen begünstigt. Daher sollte man hier besonders langsam und vorsichtig unterwegs sein, damit man statt beim Après-Ski nicht im Krankenhaus landet.


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