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ROHRBACH-BERG. Obwohl die regulatorischen Vorgaben immer umfassender werden, bleibt die Sparkasse Mühlviertel West weiter auf solidem Wachstumskurs. Und auch heuer will man den Kunden nichts von einer Kreditklemme spüren lassen.  

  1 / 2   Die beiden WK-Bezirksobmänner Herbert Mairhofer (RO) und Reinhard Stadler (UU) und die SMW-Vorstandsdirektoren Klaus Klopf und Ignaz Kopf (v.l.) sprachen über die aktuellen Herausforderungen für Wirtschaft und Banken. Foto: Fellhofer

60 Millionen Euro wollte die SMW im Vorjahr in Form von neuen Krediten in die Wirtschaft und den Konsum fließen lassen. Schlussendlich sind es 64,88 Millionen Euro geworden, informierte Vorstandsdirektor Klaus Klopf. „Wir stehen hinter unseren Kunden und wollen die Region intensiv mit Finanzierungsmittel versorgen“, meinte er und kündigte wiederum 60 Millionen Euro für heuer an. „Die äußerst solide Kapitalbasis mit einer Kernkapitalquote von 18,73 Prozent gibt uns beste Voraussetzungen für die Zukunft“, sagte Klopf. Allerdings muss er zugeben, dass mit 2015 eines der anstrengendsten Jahre hinter der Sparkasse liegt – und noch ein anstrengenderes davor. „Die regulatorischen Verhältnisse, die ständig schärfer werden, machen uns schon schwer zu schaffen.“

Gedrückte Stimmung in der Wirtschaft

Generell spürt er in vielen Bereichen einen Aufwärtstrend bei den Investitionen, die Stimmung ist aber noch nicht in jeder Branche positiv. Das kann Wirtschaftskammer-Bezirksobmann Herbert Mairhofer bestätigen: „Die Regulierungswut, die weiter ausufernde Bürokratie und die zunehmende allgemeine Politikverdrossenheit drücken die allgemeine Stimmung.“ Auch der so dringend notwendige Westring-Bau habe sich wieder verschoben, Ende 2016 soll es endlich losgehen. Um die regionalen Strukturen weiter zu stärken könnte er sich ein Kompetenzzentrum mit Büro-, Werkstätten- und Lagerräume für Start-Ups oder kleine Handwerksbetriebe vorstellen. Mairhofer will außerdem Bürgerbeteiligungsmodelle forcieren.

Sein Kollege aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung, Reinhard Stadler, ergänzt um einen positiven Aspekt: „Der Bezirk UU mit 80 Prozent Pendleranteil hat es geschafft, den Kaufkraftabfluss zu verringern. Das ist ein langsamer Bewusstseinsbildungs-Prozess, aber die Initiativen zeigen Wirkung“, freut sich Stadler. Um Unternehmer bei der Personalsuche aktiv zu unterstützen und ihnen dafür Werkzeuge in die Hand zu geben, hat die WK die GUUTE Personalinitiative gestartet.

Kennzahlen der SMW

Einlagevolumen: 830 Millionen Euro (2014: 795 Mio Euro)

Finanzierungsvolumen: 550 Millionen Euro (2014: 535 Mio Euro)

Bilanzsumme: 604 Millionen Euro (2014: 565 Mio Euro)

Nettozinsertrag: 9,6 Millionen Euro (2014: 9,9 Mio Euro)

Betriebsergebnis: 3,8 Millionen Euro (2014: 3,6 Mio Euro)

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT): 3,2 Millionen Euro (2014: 2,5 Mio Euro)

Kernkapital: 47,8 Millionen Euro (2014: 46,2 Mio Euro)


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