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ROHRBACH-BERG. Ein Höllenlärm schlägt einem entgegen, wenn man den Turbinenraum des Kleinwasserkraftwerks in der Nähe von Rohrbach-Berg betritt. Unsere Aufmerksamkeit gilt aber nicht der Turbine, sondern den schwarzen Kästen mit den blinkenden Lichtern, den sogenannten Mining Rigs, die hier aufgestapelt in der Ecke stehen. „Dank diesen Kästen verdienen unsere Kunden gerade Geld“, erklärt Josef Peterseil.      

  1 / 4   Josef Peterseil mit den Mining Rigs, die im Prinzip normale Computer-Grafikkarten sind. Foto: Unit 25/Michael Rigler

Peterseil ist Gesellschafter der Mining Farm GmbH mit Firmensitz in St. Martin und bietet alles, was Kunden brauchen um Kryptowährungen wie Bitcoins zu schürfen. Denn auch wenn Bitcoins nur am Computer existieren, irgendwo müssen sie herkommen. Während Euros von zentraler Stelle aus gedruckt werden, nämlich von der Zentralbank, teilen sich diese Aufgabe im Falle der Kryptowährungen viele Nutzer auf der ganzen Welt. Sie nennt man Miner. Statt Geld zu drucken stellen sie die Rechenleistung von Mining Rigs, das sind im Prinzip Grafikkarten von Computern, zur Verfügung. Denn Bitcoins brauchen Speicherplatz. Theoretisch könnte man auch mit seinem Privatcomputer Miner werden. In der Praxis funktioniert das allerdings nicht wirklich rentabel. Und hier kommt Peterseil ins Spiel.

Das Geschäftsmodell

„Die Kunden erwerben bei uns ein oder mehrere Mining Rigs. Ein Rig kostet ungefähr 6000 Euro netto. Dieses kann er für eine Pauschale von 80 Euro netto in unserem Räumlichkeiten aufstellen. Service, Wartung, Installation…das alles übernehmen wir, während der Kunde durch Mining bequem Geld verdient“, erklärt Peterseil.

Denn für ihre Dienste bekommen die Miner selbst auch Bitcoins. Und die kann man zum tagesaktuellen Kurs gegen Euro tauschen. Zwischen 500 und 1000 Euro bringt ein Rig pro Monat. Der Bitcoin Kurs schwankt allerdings stark.

Hoher Stromverbrauch

Aber warum stehen die Mining Rigs gerade in den Turbinenräumen eines Kleinwasserkraftwerks? „Weil wir Strom brauchen. Sehr Viel Strom“, erklärt Peterseil. „Der Stromverbrauch ist im Durchschnitt pro Mining Rig mit etwa 1,5 KWh anzusiedeln“ Gut also, dass gleich daneben die Turbine brav ihren Dienst verrichtet. Betrieben werden die Mining Rigs, solange es profitabel ist.

„Das Interessante ist ja eigentlich die Blockchain Technologie hinter den Bitcoins“, so Peterseil. Diese Technologie soll in Zukunft schnellere und sicherere Überweisungen ermöglichen. „Und unabhängig vom Bitcoin ist es diese Technologie, die in Zukunft noch viel verändern wird.“


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Gastuser
Gastuser
19.03.2018 18:02

Auch in Rohrbach wird nach digitalem Gold geschuerft!

Tolle Sache! Gratulation!

Antworten
Gastuser
Gastuser
19.03.2018 13:46

Mining

Super Sache! Gratulation!