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BEZIRK ROHRBACH. Glaubt man den aktuellen Prognosen des Landes Oberösterreich, so werden im Jahr 2040 sogar etwas mehr Menschen als jetzt im Bezirk Rohrbach leben. Das alleine wäre an sich erfreulich – wäre da nicht ein kleines Detail ...

Ein Drittel der Rohrbacher ist 2040 über 65 Jahre alt. Foto: Dmytro Zinkevych/Shutterstock.com
Ein Drittel der Rohrbacher ist 2040 über 65 Jahre alt. Foto: Dmytro Zinkevych/Shutterstock.com

Ein Plus von 700 Menschen gegenüber dem Jahr 2016 sagt die jüngste Bevölkerungsprognose des Landes für 2040 vorher. Allerdings wird die Altersgruppe der Erwerbsfähigen – das heißt jener im Alter zwischen 16 und 65 Jahren – besonders stark schrumpfen. Etwa ein Sechstel aller Menschen im Bezirk, die erwerbsfähig sind, werden dann wegfallen, in Zahlen ausgedrückt sind das etwa 6.000 von derzeit rund 36.000. Dafür wird die Zahl der Älteren zwischen 65 und 80 Jahren enorm steigen (um 4.600 auf etwa 11.600 Personen) und die Zahl der Hochbetagten über 80 Jahre wird sich beinahe verdoppeln (um 2.500 auf 5.500 Personen).

Beobachtet man die bevorstehenden Bevölkerungsveränderungen im Bezirk (siehe Link unten) so ergibt sich ein markantes Ost-West-Gefälle. Im Osten des Bezirkes werden Bevölkerungsveränderungen von zwischen fünf und zehn Prozent erwartet, während die Zahl der Einwohner in den westlichen Gemeinden des Bezirkes annähernd gleich bleiben soll.

Herausforderung für die Wirtschaft

Die Überalterung der Bevölkerung wird vor allem für die Wirtschaftsbetriebe des Bezirkes zur Herausforderung werden. Zum bereits teilweise herrschenden Fachkräftemangel wird ein zusätzlicher Mangel an Menschen im erwerbsfähigen Alter dazukommen. Das heißt im Klartext: Für die Firmen wird es noch schwieriger werden, geeignetes Personal zu finden. Trotz allem ist Wirtschaftskammer-Bezirksobmann Herbert Mairhofer für die Zukunft positiv gestimmt: „Um dem anstehenden Problem Herr zu werden, müssen wir jetzt schon unsere bestehenden Unternehmen stärken und unterstützen und schauen, dass die Arbeitsplätze zu den Menschen in die Region kommen und auch hier bleiben. Für mich ist das Pilotprojekt „Kooperationsräume“, das im Bezirk läuft, ein ganz toller Ansatz. Die Wirtschaft muss und wird sich hier einbringen, denn Zusammenarbeit ist das Stichwort der Zukunft“, so Mairhofer.

Vorsorge wird wichtiger

Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner, die als Obfrau des Sozialhilfeverbandes für die Altenheime des Bezirkes zuständig ist, setzt im Hinblick auf die bevorstehende Überalterung der Bevölkerung auf Vorsorge: „Wir müssen die Leute informieren und dazu anhalten, möglichst lange aktiv zu bleiben. Gesundheit und Mobilität sind das Wichtigste, damit die Zahl der Pflegebedürftigen nicht überhand nimmt. Pflegende Angehörige müssen unterstützt werden, damit ältere Menschen möglichst lange daheim bleiben können. Im Zuge dessen wird die Tagesbetreuung in unseren Altenheimen stark an Bedeutung gewinnen.“

Auf Integration setzen

Um hingegen junge Menschen im Bezirk zu halten, müsse man das Angebot im Bezirk attraktivieren. „Da sind wir wieder beim Hallenbad und beim Kino“, verweist die Bezirkshauptfrau auf jene Projekte, die noch in der Schwebe sind. Eine weitere Chance sieht sie in der guten Integration von Asylberechtigten: „In unserem Bezirk machen jetzt schon viele Asylberechtigte eine Lehre. Wenn wir sie halten können und gut integrieren, kann das nur positiv für unsere Betriebe sein.“

Auf der Homepage des Landes Oberösterreich kann man die Prognosen bis 2040 bezirksweise abrufen: Hier klicken!

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