Gebührenpflichtige Nachmittagsbetreuung: Gemeinden bemühen sich um Lösungen für Familien
BEZIRK ROHRBACH. Seit Anfang Februar müssen Eltern für die Nachmittagsbetreuung in den Kindergärten wieder einen finanziellen Beitrag leisten. Wir haben uns informiert, wie es jetzt im Herbst weitergeht.

Eins ist spürbar: Die einzelnen Gemeinden sind bemüht, für ihre Familien gute Betreuungsmöglichkeiten zu bieten. „Wir führen die Nachmittagsbetreuung an vier Tagen auf jeden Fall weiter und übernehmen als Gemeinde die Mehrkosten, solange uns das möglich ist“, sagt etwa Julbachs Bürgermeister Johannes Plattner. Auch wenn die Folgen der Gebührenpflicht im Kindergarten deutlich spürbar sind: „Wir haben vorher immer um die zehn Kinder gehabt. Jetzt sind es nur mehr sechs oder sieben – das ist ein Rückgang von 30 Prozent“, rechnet er vor.
Auch Ulrichsberg wird die Nachmittagsbetreuung weiter aufrechterhalten, verspricht Bürgermeister Wilfried Kellermann. Hier gab es aber auch nicht viele Abmeldungen, nur „Einzelfälle, die sich die Kinderbetreuung anders organisierten“, sagt Kellermann. Ebenso waren in St. Martin, Peilstein, Altenfelden und anderen Gemeinden die Auswirkungen nicht so dramatisch wie generell befürchtet.
Qualität muss stimmen
Sogar besser als bisher wird das Angebot in St. Stefan: Die Nachmittagsbetreuung wird von einem auf zwei Nachmittage ausgeweitet. Bürgermeister Alfred Mayr: „Die Betreuung wird nicht mehr über Tagesmütter angeboten, sondern von den Kindergarten-Pädagoginnen übernommen. Finanziert wird das von der Gemeinde. Das wird uns jetzt zwar ein Minus einbringen, aber die Qualität muss für Eltern und Kinder stimmen.“
Eine Spezial-Lösung hat die Gemeinde Klaffer beschlossen. Da der Kindergarten generell nur bis 14 Uhr geöffnet hat, wird ein Elternbeitrag von 20 Euro für diese flexible Betreuung verlangt. „Wir zahlen zwar trotzdem drauf, wollen dieses Angebot aber weiter anbieten“, betont Bürgermeister Franz Wagner.
Evaluierungs-Ergebnisse folgen
Die von Bildungslandesrätin Christine Haberlander (VP) angekündigte Evaluierung zur Nachmittagsbetreuung ist abgeschlossen. Innerhalb der ersten zwei September-Wochen sollen die Ergebnisse präsentiert werden können.


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