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LR Gerstorfer am Tips-Telefon: "Arbeitsbedingungen für Pflegepersonal gehören verbessert"

Martina Gahleitner, 23.07.2019 04:39

ROHRBACH-BERG. „Der Pflegeberuf ist wunderschön. Aber wir müssen die Arbeitsbedingungen verbessern“, kennt Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer die fordernde Personalsituation im Pflegebereich. Diese war auch zentrales Thema bei der Telefon-Sprechstunde in der Tips-Redaktion, bei der sich Gerstorfer eine Stunde lang Zeit für die Anliegen der Rohrbacher nahm.

  1 / 2   Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer nahm sich eine Stunde lang Zeit für die Anliegen der Rohrbacher Tips-Leser. Foto: Land OÖ/Stinglmayr

Die steigende Arbeitsdichte, fordernde Nachtdienste, die Finanzierung der Pflege, aber auch, wie man zu einem Behinderten-Ausweis kommt: Viele Tips-Leser nutzten die Gelegenheit, persönlich mit der SP-Soziallandesrätin zu sprechen. Diese kennt die angespannte Situation im Pflegebereich; weiß, dass der Personalbedarf sehr kritisch ist, auch wenn dieser im Bezirk Rohrbach noch nicht ganz so akut wie anderswo ist.

Zu wenig Absolventen

„Der Bezirk Rohrbach hat immer einen höheren Anteil an Auszubildenden gehabt als andere Regionen Oberösterreichs, aber generell waren die Absolventen im Pflegebereich in den letzten Jahren zu wenig“, zeigt Birgit Gerstorfer auf. Aufgrund der steigenden Pflegestufen in den Altenheimen steigt auch der Personalbedarf. „Wenn dieser nicht mehr gedeckt werden kann, kann auch nicht mehr jedes Bett belegt werden“, nennt sie mögliche Konsequenzen.

Mehr Ausbildungsplätze

Um mehr Fachkräfte für die Altenpflege und -betreuung zu gewinnen, wurde die Anzahl der Ausbildungsplätze beinahe verdoppelt und das Fachkräftestipendium ausgeweitet. „Alle Träger berichten über eine rege Anmeldetätigkeit. Wenn uns das jedes Jahr gelingt, wird sich die Situation entspannen“, ist Gerstorfer überzeugt.

Austausch fördern

Um die Arbeitsbedingungen und wie man diese verbessern kann, damit Mitarbeiter langfristig in der Altenarbeit bleiben, geht es bei einem Best-Practice-Austausch zwischen Altenheimen in Oberösterreich im Herbst. „Wir wollen Verbesserungen herbeiführen, ohne das Gesetz ändern zu müssen, damit die Mitarbeiter schnell davon profitieren“, informiert Gerstorfer.


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