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Schülerbeförderer und Gemeinden fordern: Schülertransport braucht eine faire Abgeltung

Martina Gahleitner, 16.09.2019 08:54

ROHRBACH-BERG/OÖ. Auf die nicht kostendeckende Finanzierung des Schülergelegenheitsverkehrs durch den Bund machen die Branchenvertreter der Schülerbeförderer mit einer österreichweiten Aktion aufmerksam. Die Sicherheit der Schüler sei gefährdet, heißt es. Sie bitten vor allem die Bürgermeister um Unterstützung ihres Anliegens.

  1 / 2   Rohrbach-Bergs Bürgermeister Andreas Lindorfer (l.) und Elternvertreterin Katharina Sigl erhielten von Gunter Mayrhofer, Robert Riedl und stv. Berufsgruppenobmann Wolfgang Stöttinger (v.l.) die Forderungen der Wirtschaftskammer überreicht. Foto: Gahleitner

In Rohrbach-Berg stößt man damit auf offene Ohren: 18.000 Euro hat die Stadtgemeinde im Vorjahr für den Schülertransport aufzahlen müssen, informiert Bürgermeister Andreas Lindorfer. „Ich sehe nicht ein, dass Gemeinden für Bundesangelegenheiten aufkommen müssen“, sagt er. Ohne diese Bereitschaft der Kofinanzierung hätte es im Vorjahr, knapp vor Schulbeginn, keine Vereinbarung mit Sab-Tours für den Schülergelegenheitsverkehr gegeben, bestätigt Betriebsleiter Robert Stöbich. Für heuer wurde die Vertragspartnerschaft fortgesetzt.

Anliegen unterstützen

In einer österreichweiten Aktion laden die Berufsgruppe Bus sowie die Fachgruppen der Beförderungsgewerbe mit Pkw alle Bürgermeister ein, sich gemeinsam mit den heimischen Schülerbeförderern beim zuständigen Familienministerium für eine faire Abgeltung der Schülerfreifahrt im Gelegenheitsverkehr und für eine gesetzliche Verankerung des Schülertransports einzusetzen. „Wenn sich Busunternehmer bei jeder Fahrt fragen müssen, wie viel sie draufzahlen, ist es kein Wunder, wenn sie mit dem Schülertransport aufhören“, sagt WK-Fachgruppengeschäftsführer Robert Riedl.

Elterntransport ist Alternative

Kann die Schülerfreifahrt nicht mehr gewährleistet werden, müssten Eltern den Transport selber organisieren, denn einen gesetzlichen Anspruch gibt es nicht. Abgesehen vom Sicherheitsaspekt wäre dies auch punkto Umweltschutz bedenklich. Fachgruppenobmann Gunter Mayrhofer: „Wenn sich schon alle die Klimarettung an ihre Fahnen heften, sind wir auch hier gefordert, zur Minimierung der Treibhausgase beizutragen und nicht umgekehrt.“


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