Mühlviertler Hochspannungsleitung beschäftigte OÖ. Landtag
MÜHLVIERTEL. Das Thema Mühlviertler 110 kV-Leitung war am 10. Oktober Thema im OÖ. Landtag.

Mit einer mündlichen Anfrage in der Landtagssitzung vom 10. Oktober konfrontierte LAbg. Michael Lindner (SPÖ) den Energie-Landesrat Markus Achleitner mit den Studien der „IG Landschaftsschutz“.
Dieser kommentiert die Anfrage so: „Grundsätzlich ist festzustellen, dass es ja bereits ein 110 kV-Leitungsstück der Linz AG mit einer Länge von 8,3 km von Freistadt nach Rainbach gibt, das als Freileitung errichtet worden ist. Die von der IG Landschaftsschutz Mühlviertel medial mehrfach angekündigte Studie ist dem Land OÖ bis jetzt noch nicht übermittelt worden. Sobald diese Studie dem Land vorliegt, wird sie an die beiden Netzbetreiber, die Netz OÖ GmbH und die Linz Netz GmbH, zur fachlichen Beurteilung weitergeleitet. Die Netzbetreiber erstellen ja derzeit eine Detailplanung zur Trasse für die 110 kV-Leitung im Rahmen der vorliegenden Vorzugskorridors. Zur Ermittlung dieses Vorzugskorridors für eine Hochspannungs-Leitungstrasse ist zum ersten Mal der Trassenfindungsleitfaden des Landes OÖ zur Anwendung gekommen. Während dieses Prozesses wurden auch bereits zusätzliche Studien und Untersuchungen durchgeführt, um alle auftretenden Fragen fundiert beantworten zu können. Die von der IG Landschaftsschutz Mühlviertel in Medienberichten getätigten Aussagen lassen darauf schließen, dass hier unterschiedliche Systeme verglichen werden, die aber nicht vergleichbar sind.“
Enttäuschung bei SPÖ
Schwer enttäuscht zeigt sich Lindner: „Es hat kein Signal von Landesrat Achleitner gegeben, sich mit den Bedenken der Mühlviertler Betroffenen ernsthaft auseinander zu setzen und sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen. Offensichtlich nehmen die Verantwortlichen massenhafte Enteignungen wie im Innviertel eher in Kauf, als sich im Vorhinein mit den betroffenen BürgerInnen zusammenzusetzen und eine Erdkabel-Trasse ernst zu planen!“ Deswegen übergab LAbg. Lindner dem Landesrat die vorliegenden Studien der IG Landschaftsschutz noch einmal persönlich im OÖ. Landtag.
Auch SPÖ-Bezirksvorsitzender Bundesrat Dominik Reisinger, Bürgermeister in Haslach, unterstützt diese Forderung: „Die IG Landschaftsschutz hat auf eigene Kosten eine wissenschaftliche Studie organisiert, die eine Erdkabel-Variante als leistbar und machbar betrachtet, mit nur geringfügig höheren Kosten. Deswegen fordern wir, dass sich der Energie-Landesrat mit den Bürgerinitiativen an einen Tisch setzt und diese Erdkabel-Trasse ernsthaft plant und prüft!“ „Das muss uns die Mühlviertler Kulturlandschaft wert sein!“ schließen Lindner und Reisinger.


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