Zwei Glanzlichter und einiger Ausbaubedarf bei Kinderbetreuung im Bezirk Rohrbach
BEZIRK. Die Arbeiterkammer ortet im aktuellen Kinderbetreuungsatlas einigen Nachholbedarf im Bezirk Rohrbach. Nur zwei Gemeinden erhielten nämlich die beste Bewertung 1A über alle Altersgruppen hinweg. Vor allem bei den Unter-Dreijährigen wird es den Eltern nicht leicht gemacht.

Für den 20. AK-Kinderbetreuungsatlas hat man sich das Betreuungsangebot noch ein weniger genauer angeschaut und erstmals Unter-Dreijährige, Drei- bis Sechsjährige und Volksschulkinder gesondert betrachtet. Auch Zusatzangebote, wie Gesunde Jause, Naturerleben-Projekte oder Integration wurden berücksichtigt. Fazit der Arbeiterkammer: Die Kinderbetreuung im Bezirk Rohrbach ist auf allen Ebenen ausbaufähig.
Zwei 1A-Gemeinden
Lichtblicke sind die Gemeinden Hofkirchen und Rohrbach-Berg, die die Kriterien für die bestmögliche 1A-Kategorie erfüllten. Über alle Altersgruppen hinweg wird in diesen Gemeinden eine Kinderbetreuung geboten, die es Eltern und Alleinerziehenden ermöglicht, einer Vollzeit-Arbeit nachzugehen. Sechs Gemeinden (Aigen-Schlägl, Auberg, Lembach, Neufelden, Niederkappel, und St. Martin) dürfen sich über eine A-Bewertung freuen. In die niedrigste Kategorie E wurden fünf Gemeinden eingestuft (Haslach, Julbach, Kollerschlag, Lichtenau und St. Stefan-Afiesl).
Wenig Angebot für Unter-Dreijährige
Bei den Unter-Dreijährigen erfüllt keine Gemeinde im Bezirk Rohrbach die Kriterien für die bestmögliche 1A-Kategorie. Neun Gemeinden im Bezirk erreichen immerhin die A-Kategorie. Drei Gemeinden indes haben überhaupt keine institutionelle Betreuung für Unter-Dreijährige.
Nachholbedarf auch bei älteren Kindern
Bei der Betreuung der Drei- bis Sechsjährigen bieten Aigen-Schlägl, Neufelden, Rohrbach-Berg und St. Oswald ein optimales Angebot und erreichten eine 1A-Bewertung. Mit 10,8 Prozent der Bezirksgemeinden ist dies allerdings der zweitgeringste 1A-Anteil im OÖ-Vergleich. Drei Gemeinden schafften die Einstufung in die A-Kategorie, sechs Gemeinden mussten in die niedrigste E-Kategorie eingereiht werden.
Nachholbedarf gibt es laut AK auch bei den Volksschulkindern. Sechs Gemeinden wurden in die A-Kategorie eingestuft, im Gegensatz gibt es fünf E-Gemeinden. Drei Gemeinden bieten nachmittags kein Betreuungsangebot für Volksschüler an.
Alle Details zu den Ergebnissen sind unter kba.arbeiterkammer.at zu finden.


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