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Zwei Glanzlichter und einiger Ausbaubedarf bei Kinderbetreuung im Bezirk Rohrbach

Martina Gahleitner, 18.12.2019 10:46

BEZIRK. Die Arbeiterkammer ortet im aktuellen Kinderbetreuungsatlas einigen Nachholbedarf im Bezirk Rohrbach. Nur zwei Gemeinden erhielten nämlich die beste Bewertung 1A über alle Altersgruppen hinweg. Vor allem bei den Unter-Dreijährigen wird es den Eltern nicht leicht gemacht.

Das Kinderbetreuungsangebot ist laut Arbeiterkammer auf allen Ebenen ausbaufähig. Foto: FamVeld/Shutterstock.com

Für den 20. AK-Kinderbetreuungsatlas hat man sich das Betreuungsangebot noch ein weniger genauer angeschaut und erstmals Unter-Dreijährige, Drei- bis Sechsjährige und Volksschulkinder gesondert betrachtet. Auch Zusatzangebote, wie Gesunde Jause, Naturerleben-Projekte oder Integration wurden berücksichtigt. Fazit der Arbeiterkammer: Die Kinderbetreuung im Bezirk Rohrbach ist auf allen Ebenen ausbaufähig.

Zwei 1A-Gemeinden

Lichtblicke sind die Gemeinden Hofkirchen und Rohrbach-Berg, die die Kriterien für die bestmögliche 1A-Kategorie erfüllten. Über alle Altersgruppen hinweg wird in diesen Gemeinden eine Kinderbetreuung geboten, die es Eltern und Alleinerziehenden ermöglicht, einer Vollzeit-Arbeit nachzugehen. Sechs Gemeinden (Aigen-Schlägl, Auberg, Lembach, Neufelden, Niederkappel, und St. Martin) dürfen sich über eine A-Bewertung freuen. In die niedrigste Kategorie E wurden fünf Gemeinden eingestuft (Haslach, Julbach, Kollerschlag, Lichtenau und St. Stefan-Afiesl).

Wenig Angebot für Unter-Dreijährige

Bei den Unter-Dreijährigen erfüllt keine Gemeinde im Bezirk Rohrbach die Kriterien für die bestmögliche 1A-Kategorie. Neun Gemeinden im Bezirk erreichen immerhin die A-Kategorie. Drei Gemeinden indes haben überhaupt keine institutionelle Betreuung für Unter-Dreijährige.

Nachholbedarf auch bei älteren Kindern

Bei der Betreuung der Drei- bis Sechsjährigen bieten Aigen-Schlägl, Neufelden, Rohrbach-Berg und St. Oswald ein optimales Angebot und erreichten eine 1A-Bewertung. Mit 10,8 Prozent der Bezirksgemeinden ist dies allerdings der zweitgeringste 1A-Anteil im OÖ-Vergleich. Drei Gemeinden schafften die Einstufung in die A-Kategorie, sechs Gemeinden mussten in die niedrigste E-Kategorie eingereiht werden.

Nachholbedarf gibt es laut AK auch bei den Volksschulkindern. Sechs Gemeinden wurden in die A-Kategorie eingestuft, im Gegensatz gibt es fünf E-Gemeinden. Drei Gemeinden bieten nachmittags kein Betreuungsangebot für Volksschüler an.

Alle Details zu den Ergebnissen sind unter kba.arbeiterkammer.at zu finden.


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